Gewinnmitnahmen bei KI-Aktien in den USA: NVIDIA & Chipwerte unter Druck
In dem unter Druck stehenden Technologiesektor haben am Dienstag KI- und Halbleiterwerte besonders unter steigenden Anleiherenditen gelitten.
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Anleger nahmen wie schon in Asien und Europa auch in New York bei den zuletzt erholten Werten aus dem Sektor Gewinne mit. Steigende Ölpreise kamen als Belastungsfaktor hinzu. Der Philadelphia Semiconductor Index büßte 5,5 Prozent ein.
Steigende Renditen langlaufender Anleihen auf Mehrjahreshochs und weiter anziehende Ölpreise aufgrund des fortgesetzten Iran-Krieges dämpfen die Nachfrage der Anleger nach risikoreichen Anlagen. "Die Lage im Nahen Osten spitzt sich eindeutig wieder zu, und die langfristigen Zinsen steigen - und das sind Faktoren, die letztendlich den Wert von Aktien untergraben", kommentierte Emma Moriarty von CG Asset Management.
Aktien von besonders finanzierungsabhängigen Unternehmen aus dem Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) gerieten unter die Räder. Tags zuvor hatte die KI-Fantasie noch angetrieben.
Die Titel von NVIDIA sanken zum NASDAQ-Schluss um 2,34 Prozent auf 219,74 Dollar. Andere Sektorwerte verloren noch mehr: Die Papiere von Applied Materials, Micron Technology, SanDisk und Marvell Technology verbuchten Kursabschläge zwischen 3,9 und 7,8 Prozent.
Die Sorgen, dass sich hohe Investitionen in KI-Technologien nicht auszahlen könnten, ließen sich am Dienstag nicht verdrängen. Marktbeobachter Stephen Innes wies auf entstehende Kreditrisiken hin, weil sich Cashflows, Verschuldungsgrade und Finanzierungslasten in die entgegengesetzte Richtung bewegten. Vor diesem Hintergrund könne es Jahre dauern, bis klar sei, ob die Umsatzkurve steil genug ansteigen werde, um die Verbindlichkeiten zu decken.
Der KI- und Halbleitersektor reagiert sensibel auf die Renditeentwicklung am Anleihemarkt, da viele Unternehmen im Zug des Booms Künstlicher Intelligenz ihre Kapazitäten ausgeweitet haben. "Volatilität an den Zinsmärkten könnte den KI-Optimismus dämpfen, da die Investitionen zunehmend fremdkapitalfinanziert und damit zinsabhängiger sind", merkte Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank, dazu an.
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NEW YORK (dpa-AFX)
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