APA ots news: Unternehmensstimmung stabilisiert sich auf niedrigem Niveau


Wien (APA-ots) - Nach dem Einbruch in Reaktion auf den Kriegsbeginn im

Iran

stabilisierten sich die Konjunkturindikatoren zuletzt auf niedrigem

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Niveau. In Österreich blieb die Stimmung der Unternehmen im Mai

mehrheitlich skeptisch, wenngleich sich die Lageeinschätzungen etwas

verbesserten. Die Wirtschaftsleistung expandierte im I. Quartal 2026

moderat, getragen durch positive Impulse aus der Industrie, während

die meisten Dienstleistungsbranchen schwächelten.

"Infolge des Iran-Krieges und der Blockade der Straße von Hormus

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ging der internationale Handel im März zurück, vor allem in den

unmittelbar betroffenen Regionen", so die Autorin des aktuellen WIFO-

Konjunkturberichtes Sandra Bilek-Steindl.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nach wie vor

praktisch eingestellt. Im März gingen der Welthandel und die

weltweite Industrieproduktion zurück (laut Centraal Planbureau - CPB)

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. In den vom Iran-Krieg betroffenen Regionen brachen die Exporte und

Importe ein. In den meisten Industrieländern legte der Außenhandel

hingegen weiter zu.

Rohöl der Sorte Brent kostete im Mai durchschnittlich rund 100 $

je Barrel. Infolge der hohen Energiepreise zogen auch die

Verbraucherpreise weltweit an.

In den USA belastet die gestiegene Inflation das

Verbrauchervertrauen. Das BIP und die Industriekonjunktur blieben

dagegen robust. Der S&P Manufacturing PMI erhöhte sich im Mai auf

55,1 Punkte.

Im Euro-Raum stabilisierte sich der Indikator der

wirtschaftlichen Einschätzung (ESI) im Mai, nachdem er zuvor

eingebrochen war. In Deutschland hellte sich die Stimmung der

Unternehmen wieder etwas auf (gemäß ifo-Geschäftsklimaindex).

In Österreich verbesserten sich die Lageeinschätzungen laut WIFO-

Konjunkturtest auf niedrigem Niveau; die Erwartungen für die

kommenden Monate blieben gedämpft. Der UniCredit Bank Austria

EinkaufsManagerIndex stieg im Mai leicht auf 51,7 Punkte und

signalisiert damit weiterhin ein geringfügiges Wachstum.

Die Ergebnisse der Anfang Juni veröffentlichten vierteljährlichen

Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung weisen auf eine stabile,

wenngleich schwache Konjunktur hin. Österreichs BIP expandierte im I.

Quartal 2026 um 0,2% gegenüber dem Vorquartal (saison- und

kalenderbereinigt). Während die Industrie positive Impulse lieferte,

ging die Produktion konsumnaher Dienstleistungen zurück.

Die Inflationsrate betrug im Mai 3,7% (VPI, gemäß

Schnellschätzung). Energie verteuerte sich um 9,8%. Dienstleistungen

waren aufgrund ihres hohen Gewichts im Warenkorb und der

überdurchschnittlichen Teuerung (+4,4%) erneut der wesentlichste

Preistreiber.

Die Zahl der Arbeitslosen (einschließlich Personen in Schulung)

lag Ende Mai mit 378.300 Personen um 0,8% (+2.900) über dem

Vorjahreswert. Während die Arbeitslosigkeit unter Männern leicht

zurückging, stieg sie unter Frauen an. Die Arbeitslosenquote betrug

nach nationaler Definition voraussichtlich 7,1% (saisonbereinigt: 7,6

%, unverändert gegenüber April).

Abbildung 1: Auswirkungen des Iran-Krieges im internationalen

Handel sichtbar - auf der WIFO-Website

Zu den Definitionen siehe " Methodische Hinweise und Kurzglossar

".

Rückfragehinweis:

Rückfragen bitte am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, von 10 bis 13 Uhr,

an Mag. Dr. Marcus Scheiblecker, Tel. (1) 798 26 01 - 245,

marcus.scheiblecker@wifo.ac.at

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

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OTS0028 2026-06-11/09:00

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