NVIDIA-Aktie im Fokus: Offenbar Gespräche über Perplexity-Investment in Milliardenhöhe
Ein Bericht über mögliche Gespräche zu einer Beteiligung an der KI-Suchmaschine Perplexity rückt die Investitionsstrategie von NVIDIA erneut in den Blick.
Werte in diesem Artikel
- Angebliche Gespräche über frisches Kapital für einen KI-Suchspezialisten sorgen für Aufsehen
- Bewertungssprung gegenüber der vorherigen Finanzierungsrunde zeichnet sich ab
- NVIDIA wäre nicht zum ersten Mal an Bord des Startups
NVIDIA befindet sich offenbar in Gesprächen über eine Beteiligung an einer neuen Finanzierungsrunde der KI-Suchmaschine Perplexity, wie Reuters mit Verweis auf einen exklusiven Bericht von The Information schreibt. Die Runde würde das Startup mit mehr als 30 Milliarden US-Dollar bewerten, deutlich mehr als bei der vorherigen Runde. Weder NVIDIA noch Perplexity haben sich bislang öffentlich dazu geäußert.
Deutlicher Bewertungssprung im Raum
The Information berichtete am Sonntag unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen, dass NVIDIA über eine Eigenkapitalbeteiligung an Perplexity verhandelt. Die geplante Finanzierungsrunde soll ein Volumen im Milliardenbereich haben und die Bewertung des KI-Unternehmens gegenüber der vorherigen Runde vor einem Jahr um mehr als 50 Prozent steigern. Perplexity wurde im September 2025 mit rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet. Eine Bewertung von mehr als 30 Milliarden US-Dollar wäre damit ein weiterer Schritt in einer seit 2023 rasant gestiegenen Kurve, als Perplexity laut The Free Press Journal noch mit gut 121 Millionen US-Dollar taxiert wurde.
NVIDIA als wiederkehrender Perplexity-Investor
NVIDIA wäre bei einem Abschluss nicht zum ersten Mal an Bord: Der Chiphersteller ist bereits Investor bei Perplexity und hatte sich an früheren Runden gemeinsam mit Jeff Bezos, SoftBank, Accel und IVP beteiligt. Bereits im November 2024 strebte Perplexity im Rahmen einer Runde mit Bezos und NVIDIA als Investoren eine Bewertung von bis zu neun Milliarden US-Dollar an. Seit März 2026 ist Perplexity zudem Teil von NVIDIAs Nemotron Coalition und will nach eigenen Angaben NVIDIAs Vera-CPUs für agentenbasierte KI-Workloads einsetzen, was die strategische Nähe beider Unternehmen unterstreicht.
Getragen wird das Interesse an Perplexity auch vom operativen Wachstum des 2022 gegründeten, in San Francisco ansässigen Unternehmens unter Geschäftsführer Aravind Srinivas. Der annualisierte Umsatz kletterte laut Benzinga von 250 Millionen US-Dollar Anfang 2026 auf mehr als 750 Millionen US-Dollar, angetrieben unter anderem vom Comet-Browser, dem KI-Agenten Comet Assistant und Perplexity Computer.
Ob und in welcher Höhe NVIDIA tatsächlich bei Perplexity einsteigt, bleibt zunächst offen, da beide Unternehmen die Gespräche nicht bestätigt haben.
Martina Köhler, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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