BMW-Aktie stabil: Gewinnrückgang im zweiten Quartal - schwaches China-Geschäft belastet
Die BMW Group hat im zweiten Quartal 2026 angesichts eines verschärften Wettbewerbs und der schwachen Marktentwicklung in China spürbare Einbußen bei Umsatz und Gewinn verzeichnet.
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Umsatz und Gewinn gehen deutlich zurück
Der Umsatz fiel im zweiten Quartal im Jahresvergleich um knapp 8 Prozent auf 31,3 Milliarden Euro, wie der DAX-Konzern am Donnerstag in München mitteilte. Die Ergebnisse kamen dabei noch deutlicher unter Druck: Die für den Kapitalmarkt wichtige Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern in der Autosparte sackte von 5,4 auf 2,3 Prozent ab. Analysten hatten sogar noch einen etwas stärkeren Rückgang einkalkuliert.
Die BMW-Aktie notierte via XETRA schlussendlich moderate 0,2 Prozent niedriger bei 60,18 Euro.
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel um 39 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro. Unter dem Strich sank der Überschuss um mehr als ein Drittel auf 1,2 Milliarden Euro. Der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic bestätigte die im Juni wegen der Probleme in China gesenkte Konzernprognose.
China bleibt das größte Sorgenkind
Vor allem die Geschäfte in China liefen für die Münchner zuletzt schlecht. Der weltweit größte Automarkt, der früher regelmäßig für hohe Gewinne gesorgt hatte, ist für BMW - wie auch für die anderen deutschen Hersteller - inzwischen zum Sorgenkind geworden. Hintergrund sind rückläufige Verkäufe und ein zunehmend intensiver Wettbewerb. Der BMW-Absatz in China brach im zweiten Quartal um fast ein Drittel ein.
Schwieriger Start für den neuen BMW-Chef
Es ist ein schwieriger Einstand für den neuen BMW-Chef Milan Nedeljkovic, der Mitte Mai vom Produktionsvorstand zum Vorstandsvorsitzenden aufgestiegen ist. In den ersten Monaten seiner Amtszeit musste er bereits eine Gewinnwarnung verkünden. Zudem wurde aus Unternehmenskreisen bekannt, dass BMW weltweit 8.000 Stellen abbauen will. Dazu legt der Konzern unter anderem ein Abfindungsprogramm in Deutschland auf.
Nun äußerte sich Nedeljkovic auch selbst zu den Plänen. "Die Herausforderungen in der gesamten Automobilindustrie nehmen rasant zu: Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren prägen. Daher gilt es, schlank und agil zu sein." Die Rahmenbedingungen für BMW würden sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen.
Auch Finanzvorstand Walter Mertl verwies auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck. "Nach Einsparungen von 2,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr intensivieren und beschleunigen wir unsere Effizienzmaßnahmen und gehen strukturelle Veränderungen gezielt an. Unser Ziel ist weniger Komplexität und eine niedrigere Kostenbasis." Bereits im vergangenen Jahr war die Zahl der Beschäftigten bei BMW gesunken.
BMW behauptet sich noch vor Mercedes
Lange war BMW etwas besser als die beiden anderen großen deutschen Autokonzerne Mercedes-Benz und Volkswagen durch die Krise gekommen. Inzwischen holen die Probleme aber auch die Münchner zunehmend ein. Immerhin lag BMW beim Quartalsgewinn noch vor Mercedes, das auf einen Gewinn nach Steuern von 1,09 Milliarden Euro kam. Volkswagen erzielte mit 1,54 Milliarden Euro zwar einen höheren Gewinn, ist allerdings auch deutlich größer.
Gewinne sinken seit Jahren
Die Entwicklung der vergangenen Jahre verdeutlicht den Abwärtstrend. Im ersten Halbjahr erzielte BMW einen Gewinn von 2,9 Milliarden Euro. 2025 waren es noch 4,0 Milliarden Euro, 2024 rund 5,7 Milliarden Euro und 2023 sogar 6,6 Milliarden Euro.
Hoffnung auf die "Neue Klasse"
Hoffnung setzt BMW unter anderem auf die Fahrzeuge der Elektroautogeneration "Neue Klasse". Das erste Modell iX3 wurde inzwischen mehr als 50.000-mal produziert. Die Zahl der Bestellungen insgesamt soll sich bereits der Marke von 100.000 nähern.
Eine schnelle Erholung ist jedoch nicht in Sicht. Zum einen werden die Belastungen aus der geplanten Restrukturierung das Ergebnis im zweiten Halbjahr belasten. Zum anderen bleibt der weltweite Automarkt aus Sicht des Unternehmens zu herausfordernd, um kurzfristig eine Trendwende zu ermöglichen.
Nach den eigenen Plänen soll BMW erst zu Beginn des kommenden Jahrzehnts wieder den strategischen Zielbereich einer operativen Gewinnmarge im Automobilgeschäft von 8 bis 10 Prozent erreichen.
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 03.08.26 | BMW Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 03.08.26 | BMW Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 03.08.26 | BMW Buy | Deutsche Bank AG | |
| 31.07.26 | BMW Outperform | Bernstein Research | |
| 31.07.26 | BMW Halten | DZ BANK |
