TUI-Aktie dreht dennoch ins Plus: Konzern grenzt Gewinnerwartungen ein - Spätbucher-Trend belastet
TUI wird das Ergebnisniveau des Vorjahres wohl nicht halten können. Der Spätbucher-Trend dürfte weiter belastend wirken.
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Wenige Tage vor Ende des Geschäftsjahres hat der Reisekonzern seinen Ausblick eingegrenzt, wie er im Rahmen seines Buchungsupdates mitteilte. Die Buchungen für Sommer 2026 und die Wintersaison 2026/27 liegen unter Vorjahr, auch wenn die Dynamik in den vergangenen Wochen zugenommen hat. Der Trend zu immer späteren Buchungen hält weiterhin an.
Für das Geschäftsjahr per Ende September erwartet der Konzern nun ein bereinigtes EBIT zu konstanten Wechselkursen von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro. Bislang hatte die Spanne auf 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro gelautet nach einem Vorjahresergebnis von 1,41 Milliarden. Die Umsatzprognose bleibt weiterhin ausgesetzt. Im Vorjahr hatte der Umsatz bei 24,2 Milliarden Euro gelegen.
Die TUI Group veröffentlicht ihre Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 am 9. Dezember.
Zum Ende der Sommersaison 2026 spricht der MDAX-Konzern von einer "ermutigenden Buchungsdynamik". Der insgesamt gebuchte Umsatz für den Sommer liege zwar 5 Prozent unter Vorjahr, in den vergangenen vier Wochen allerdings 2 Prozent darüber. Das Unternehmen hat die Kapazität an das Marktumfeld angepasst.
In der frühen Phase der Wintersaison 2026/27 liegt der gebuchte Umsatz derzeit 7 Prozent unter Vorjahr. Auch hier habe sich die Buchungsdynamik in den vergangenen vier Wochen verbessert; in dem Zeitraum liegen die Buchungen nur 1 Prozent unter Vorjahr.
Die Durchschnittspreise entwickelten sich in beiden Saisons weiterhin gut.
TUI-Aktie im Blick
Die Aktien von TUI haben am Dienstag zunächst negativ aufgenommene Geschäftsaussagen mit dem freundlichen Markt abgeschüttelt. Die Titel des Reisekonzerns drehten ins Plus und notierten letztlich via XETRA noch marginale 0,06 Prozent höher bei 6,53 Euro. Im frühen Handel hatten sie noch das am Freitag markierte Tief seit Mitte Mai getestet. Seit Jahresbeginn steht indes ein Wertverlust von rund einem Viertel zu Buche.
TUI bekam den Iran-Krieg und den Trend zu Last-Minute-Urlaub im Sommer deutlich zu spüren; beides zehrt am Gewinn. Der gebuchte Umsatz lag im Pauschalreisegeschäft fünf Prozent niedriger als im Sommer zuvor, wie das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Ein Ende der Krise ist bisher nicht in Sicht. Anleger blieben wohl eher im Abwartemodus, resümierte Experte Richard Clarke vom US-Analysehaus Bernstein Research.
DOW JONES / dpa-AFX
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Bildquellen: Dafinchi / Shutterstock.com, TUI