B+S Banksysteme: Was passiert mit dem vielen Geld?

24.07.26 10:02 Uhr

SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.


B+S Banksysteme: Was passiert mit dem vielen Geld? | finanzen.net

B+S Banksysteme hat in den vergangenen Jahren ein beachtliches Finanzpolster aufgebaut. Inzwischen ist mehr als die Hälfte der Börsenbewertung durch liquide Mittel gedeckt. Für Anleger stellt sich damit eine spannende Frage: Was macht das Unternehmen künftig mit diesem Kapital?

Werte in diesem Artikel

Bei B+S Banksysteme entwickelt sich im Hintergrund seit geraumer Zeit eine spannende Geschichte. Der Softwareanbieter baut nämlich Jahr für Jahr seine Liquidität aus, was die Frage aufwirft, was mit dem Geld passieren soll.

Immer mehr Geld in der Kasse

Ende März verfügte B+S über liquide Mittel von 7,1 Mio. Euro. Das entsprach fast einem Viertel der Bilanzsumme und lag rund 40 Prozent über dem Vorjahreswert. Umgerechnet entfielen damit auf jede der rund 6,2 Mio. Aktien mehr als 1 Euro an liquiden Mitteln. Bei einem Aktienkurs von zuletzt unter 2 Euro ist damit mehr als die Hälfte der - ohnehin sehr niedrigen - Börsenbewertung durch den Kassenbestand gedeckt. Zu berücksichtigen ist zwar, dass die Liquidität bei B+S aufgrund des Geschäftsmodells zum Ende des ersten Kalenderquartals regelmäßig ihren Höchststand erreicht. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr zeigt aber, dass das Unternehmen inzwischen nachhaltig hohe Mittelzuflüsse erwirtschaftet.

Hinzu kommt, dass die Finanzverbindlichkeiten überschaubar sind. Im Wesentlichen handelt es sich um ein langfristiges Darlehen zur Finanzierung einer gut vermieteten Büroimmobilie in Salzburg, das kontinuierlich getilgt wird. Zudem dürfte der Marktwert der Immobilie ihren Bilanzansatz deutlich übersteigen.

Stabile Cashflows

Möglich wurde dieser Liquiditätsaufbau durch den starken Free Cashflow der letzten Jahre. Dieser belief sich allein in den beiden vergangenen Geschäftsjahren auf 2,4 Mio. beziehungsweise 3,3 Mio. Euro. Für ein Unternehmen mit einer Börsenbewertung von lediglich rund 12 Mio. Euro ist das bemerkenswert.

Wachstum durch Akquisitionen?

Damit rückt zwangsläufig die Frage in den Mittelpunkt, wie B+S das Kapital künftig einsetzen will. Eine Möglichkeit wäre, die Finanzkraft als Reserve für weiteres organisches Wachstum vorzuhalten. Allerdings zeichnet sich derzeit kein Investitionsbedarf ab, der ein derart großes Liquiditätspolster zwingend erforderlich machen würde. Zwar erfordern Produktentwicklung und der Ausbau des Hosting-Geschäfts kontinuierliche Investitionen, diese konnten bislang aber problemlos aus dem laufenden Cashflow finanziert werden.

Eine zweite Option wären Akquisitionen. Der Markt für Bankensoftware befindet sich seit Jahren im Wandel, kleinere Anbieter verschwinden oder suchen einen Partner. Mit einer komfortablen Liquiditätsausstattung könnte B+S attraktive Gelegenheiten nutzen, falls sich passende Übernahmekandidaten ergeben.

Viel Spielraum für Dividenden und Aktienrückkäufe 

Die dritte Möglichkeit wäre eine stärkere Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg. Angesichts der hohen Cashflows und der soliden Bilanz könnten mittelfristig sowohl eine Dividende als auch Aktienrückkäufe in den Fokus rücken. Für Letzteres wäre die formale Grundlage vorhanden: Auf der diesjährigen Hauptversammlung wurde die Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien erneut beschlossen. Konkrete Pläne hat das Management bislang zwar nicht kommuniziert. Je weiter das Finanzpolster jedoch wächst, desto häufiger dürfte diese Frage auch von Investoren gestellt werden.

Zusätzlicher Kurstreiber

Noch besteht für B+S kein akuter Handlungsdruck. Die komfortable Liquiditätsausstattung ist vielmehr Ausdruck eines seit Jahren hohen Cashflows und einer konservativen Finanzpolitik. Sollte sich dieser Trend jedoch fortsetzen, dürfte die Frage nach der optimalen Verwendung der Mittel zunehmend an Bedeutung gewinnen. Für Anleger könnte sich daraus ein zusätzlicher Kurstreiber entwickeln, der bislang kaum im Fokus des Marktes steht.

Viel Geld in der Kasse hat nun auch Pentixapharm. Denn die große Kapitalerhöhung ist auf eine gute Resonanz gestoßen, wodurch die Finanzierung einer großen Phase-3-Studie, des derzeit zentralen Werttreibers der Aktie, gesichert ist: zum Artikel

Gute News gab es zudem für die leidgeprüften Aktionäre von Gerresheimer: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.520 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 11.07.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

Erstellung am 24.07.26 um 10:02 Uhr.

Hinweise zu potenziellen Interessenkonflikten:

StockXperts berichtet im Rahmen einer bezahlten News-Coverage über das Unternehmen. Die Unabhängigkeit des Artikels wurde vertraglich gesichert und das Unternehmen bzw. der Auftraggeber hat auf den Text keinen Einfluss genommen und diesen vor Veröffentlichung auch nicht gesichtet.

Eine StockXperts nahestehende Gesellschaft unterhält eine Auftragsbeziehung zu dem Unternehmen (Research-Coverage).

Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel

SmartCaps-Newsletter – Investieren in Small & Mid Caps