Bewertungslücke im Fokus

Meta-Aktie: Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial zum fairen Wert


Meta-Aktie: Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial zum fairen Wert

Mehrere Bewertungsmodelle und Analystenhäuser sehen bei der Meta-Aktie eine Lücke von rund 30 Prozent zum fairen Wert, doch Risiken bleiben.

Werte in diesem Artikel
Aktien

647.90 EUR -0.10 EUR -0.02 %

  • Bewertungsmodelle sehen bei Meta eine spürbare Lücke zum fairen Wert
  • Morgan Stanley und Evercore ISI erhöhen ihre Kursziele für Meta
  • 17-Milliarden-Dollar-Vergleich zu Jugendschutz-Klagen räumt Rechtsrisiko aus
Werbung

Für die Meta-Aktie mehren sich Stimmen, die trotz der Kursgewinne seit April weiteres Aufwärtspotenzial sehen. Mehrere Bewertungsmodelle und Analystenhäuser verweisen auf eine Lücke zwischen dem aktuellen Kurs und dem rechnerisch fairen Wert.

Bewertungsmodelle sehen deutliche Lücke bei der Meta-Aktie

Eine Auswertung von GuruFocus vom Montag beziffert den sogenannten GF-Value, eine proprietär berechnete faire Wertschätzung, für die Meta-Aktie auf rund 845,42 US-Dollar je Anteilsschein und damit rund 32,6 Prozent über dem damaligen Kursniveau von etwa 569,66 US-Dollar. Bereits Mitte August war ein ähnliches Modell bei einem Kurs nahe 591 US-Dollar zu einem inneren Wert von rund 836,91 US-Dollar gekommen, was einer Bewertungsreserve von gut 29,3 Prozent entsprach; das Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis lag zu diesem Zeitpunkt mit rund 19,9 unter dem langjährigen Durchschnitt.

Die Meta-Aktie zeigt sich am Dienstag im NASDAQ-Handel zeitweise 0,86 Prozent im Plus bei 577,29 US-Dollar.

Werbung

17-Milliarden-Dollar-Vergleich räumt Rechtsrisiko aus dem Weg

Ende August einigte sich Meta zudem auf einen mit 17 Milliarden US-Dollar bezifferten Vergleich zu Klagen fast aller US-Bundesstaaten wegen mutmaßlicher Social-Media-Sucht bei Jugendlichen. Davon sind laut MarketWatch 5,3 Milliarden US-Dollar an die Bedingung geknüpft, dass auch TikTok und YouTube vergleichbare Einigungen erzielen. Als Teil der Vereinbarung führt Meta tägliche Nutzungszeitlimits sowie eine Opt-in-Pflicht für nicht algorithmische Feeds bei minderjährigen Nutzern von Facebook und Instagram ein. Die Marktreaktion blieb verhalten, während einzelne Analysten die Einigung überwiegend positiv werteten, weil sie ein juristisches Risiko aus dem Weg räumt. Daneben stehen Partnerschaftsanzeigen mit dem chinesischen Anbieter Temu in Europa sowie mutmaßlich betrügerische Anzeigen in Indien im Fokus von Aufsichtsbehörden.

Morgan Stanley zieht Parallele zu Alphabets Rally

Wie MarketWatch am Montag berichtete, vergleicht Morgan Stanley-Analyst Brian Nowak den im August erzielten 17-Milliarden-Dollar-Vergleich mit der >Alphabet-Aktie: Nachdem der Google-Konzern im September 2025 eine kartellrechtliche Einigung im Suchmaschinenstreit erzielt hatte, weitete sich dessen Kurs-Gewinn-Verhältnis im vierten Quartal 2025 laut Nowak um rund 40 Prozent aus. Nowak bewertet die Meta-Aktie laut MarketWatch mit "Overweight" und einem Kursziel von 775 US-Dollar. "Aus unserer Sicht gibt es durchaus Anzeichen dafür, dass die Produktpipeline von Meta nach dieser rechtlichen Klärung in Gang kommen könnte", genau wie es bei Alphabet der Fall war, so Nowak laut MarketWatch. So sehe er mehrere neue Produkte in der Pipeline, darunter eine verbesserte MetaAI, agentenbasierte Werbetools für kleine und mittelständische Unternehmen, neue Abonnementmodelle und ein potenzielles Cloud-Geschäft. Insgesamt könnten diese Angebote laut Nowak den Gewinn pro Aktie um über 10 US-Dollar steigern. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 16 auf Basis der erwarteten Gewinne notiere die Aktie laut Nowak rund 25 Prozent unter ihrem langjährigen Durchschnitt und rund 45 Prozent unter ihrem Hoch aus dem Jahr 2025.

Evercore ISI und Bernstein stützen Meta-Compute-These

Evercore-ISI-Analyst Mark Mahaney hob sein Kursziel für die Meta-Aktie letzte Woche von 820 auf 860 US-Dollar an. Begründet wurde die Anhebung mit dem Verkauf überschüssiger KI-Rechenkapazität an Drittkunden über die neue Sparte Meta Compute; das Unternehmen plane demnach, seine Rechenkapazität von 7 auf rund 14 Gigawatt zu verdoppeln.

Werbung

Bernstein Research lieferte gestern einen weiteren Baustein zur These, wonach Meta einen ähnlichen Monetarisierungspfad wie Alphabets Cloud-Sparte einschlagen könnte: Das Unternehmen sei auf Kurs, Google Search bei den gesamten Werbeeinnahmen noch vor Ende 2026 zu übertreffen. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz von Meta im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden US-Dollar, wovon rund 59,4 Milliarden US-Dollar auf Werbeerlöse entfielen, während der Gewinn um 14 Prozent auf 15,85 Milliarden US-Dollar sank.

Ausblick

Der Ausblick auf das dritte Quartal, den Meta bei der Bilanzvorlage Ende Juli mit 61 bis 64 Milliarden US-Dollar bezifferte, blieb unter der Analystenerwartung von rund 63 Milliarden US-Dollar. Jefferies-Analyst Thill kritisierte damals fehlende neue Cloud-Deals, während JPMorgan-Analyst Anmuth Klarheit zu Produkt-Pipeline und Investitionsplanung vermisste; Meta hatte zugleich die Untergrenze seiner Investitionsausgaben-Guidance für 2026 von 125 auf 130 Milliarden US-Dollar angehoben, die Obergrenze blieb bei 145 Milliarden US-Dollar.

Wie sich die Sparte Meta Compute weiterentwickelt und wie Aufsichtsbehörden auf die laufenden Werbeprüfungen reagieren, bleibt offen.

Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Valeriya Zankovych / Shutterstock.com, rafapress / Shutterstock.com

Aktuelle Meta Platforms (ex Facebook) Aktie News

Werbung

Meta Platforms (ex Facebook) Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Meta Platforms (ex Facebook) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
28.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy Jefferies & Company Inc.
24.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Overweight JP Morgan Chase & Co.
24.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets
23.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets
22.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Overweight JP Morgan Chase & Co.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.