Bewertungsrätsel

Topinvestor schlägt Alarm bei AMD: Ist die Aktien-Rally zu heiß gelaufen?


Topinvestor schlägt Alarm bei AMD: Ist die Aktien-Rally zu heiß gelaufen?

Die AMD-Aktie konnte seit Jahresbeginn deutlich zulegen, doch ein Topinvestor hält die Rally für kaum noch erklärbar. Was Anleger wissen sollten.

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Aktien

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  • Ein Topinvestor nennt die Bewertung der AMD-Aktie kaum nachvollziehbar
  • Wall Street bleibt dennoch bei der Einstufung Strong Buy für die Aktie
  • Die AMD-Aktie legt zu, nach leichten Verlusten am Freitag
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Nach einem leichten Rücksetzer zum Wochenschluss dreht die AMD (Advanced Micro Devices)-Aktie am Montag im vorbörslichen Handel wieder ins Plus, während ein einflussreicher Marktbeobachter der diesjährigen Kursrally zunehmend skeptisch gegenübersteht. Am Freitag war das Papier um 1,03 Prozent auf 495,76 US-Dollar gefallen, im Handel am Montag stand via NASDAQ ein Plus von 1,58 Prozent auf 503,57 US-Dollar zu Buche. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs damit um rund 131 Prozent verteuert, allein in den vergangenen drei Monaten kam ein Plus von rund 80 Prozent hinzu.

Ein Investor hält die Bewertung der AMD-Aktie für kaum nachvollziehbar

Genau dieser Anstieg bereitet dem Investor Keithen Drury Kopfzerbrechen. In einem Beitrag für The Motley Fool bezeichnet er die Bewertung der Aktie als kaum nachvollziehbar und hält einen Teil der Rally für nicht mehr durch Fundamentaldaten gedeckt. Sein zentraler Vergleichspunkt ist NVIDIA: Das mit Abstand größere Unternehmen im Wettbewerb um Rechenzentrumskunden wird nach seiner Rechnung mit einem erwarteten KGV im niedrigen zwanziger Bereich gehandelt, während AMD auf etwa das 70-Fache der erwarteten Gewinne kommt. Da NVIDIA nach Einschätzung des Investors zudem im laufenden Jahr schneller wachsen dürfte, hält er den Bewertungsaufschlag von AMD für schwer erklärbar und würde selbst eher auf NVIDIA setzen als auf AMD.

Wall Street bleibt bei Strong Buy

Die Wall Street sieht die Sache deutlich entspannter. Der Analystenkonsens auf TipRanks fällt mit 28 Kaufempfehlungen und 8 Halteempfehlungen auf eine Gesamteinschätzung Strong Buy, das durchschnittliche Kursziel der vergangenen zwölf Monate liegt bei 541,31 US-Dollar. Das entspräche einem Aufwärtspotenzial von rund 9 Prozent gegenüber dem Kursniveau, auf dem diese Schätzung beruht. Getragen wird der Optimismus der Analysten vor allem von der Nachfrage nach Prozessoren und Beschleunigern für Rechenzentren, die das Unternehmen zuletzt als anhaltend stark beschrieben hat.

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Die eigene Prognose stützt den Optimismus

Untermauert wird diese Zuversicht durch die eigene Prognose des Unternehmens für das zweite Quartal 2026: Der Umsatz soll bei 11,2 Milliarden US-Dollar liegen, mit einer Schwankungsbreite von 300 Millionen US-Dollar nach oben oder unten. Das entspräche einem Wachstum von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, bei einer bereinigten Bruttomarge (non-GAAP) von rund 56 Prozent. Genau an dieser Wachstumsdynamik entzündet sich der Streit zwischen Optimisten und Skeptikern: Während die einen darin die Rechtfertigung für die hohe Bewertung sehen, verweist Drury darauf, dass ein Teil des Kursgewinns seiner Ansicht nach über das fundamental Erklärbare hinausgeht.

Ob sich die Bewertungslücke zwischen den Auffassungen von Wall Street und einzelnen Marktskeptikern schließt, dürfte sich spätestens an den nächsten Quartalszahlen entscheiden. Bis dahin bleibt die Diskrepanz zwischen einem KGV im siebzigfachen Bereich und einem Analystenkonsens, der weiterhin auf deutliches Aufwärtspotenzial setzt, ein Beobachtungspunkt für Anleger.

Evelyn Schmal, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.

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Bildquellen: JHVEPhoto / Shutterstock.com, Maurice NORBERT / Shutterstock.com

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