Bilfinger: Das zweite Halbjahr muss es bringen
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Steigende Auftragseingänge und eine Hochstufung der UBS hatten der Bilfinger-Aktie Ende August wieder Auftrieb gegeben. Drei Wochen später steht die Erholung schon wieder in Frage – und das nicht aus fundamentalen Gründen.
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Ende August sah es endlich wieder einmal gut für die Aktie des Baudienstleisters Bilfinger aus. Steigende Auftragseingänge für die Branche im Juni, präsentiert in Tateinheit vom Statistischen Bundesamt und dem Baugewerbeverband ZDB, ließen bei Bilfinger wieder Hoffnung aufkeimen. Hinzu kam eine Hochstufung der UBS auf „Buy“ (zuvor: „Neutral“) mit einem Kursziel von 102 Euro (zuvor: 107 Euro).
Volatile Zeiten
Das Kursziel lag damit zwar ein Schnaps niedriger, die Kaufempfehlung verfehlte dennoch nicht ihre Wirkung und trieb die Aktie kräftig an. Knapp drei Wochen später sieht die Welt im wahrsten Sinne des Wortes schon wieder anders aus. Die Eskalation am Golf mit ihrer inflations- und damit zinstreibenden Wirkung lässt besonders Aktien, die in ihrem Geschäft viel Kapital aufwenden müssen, in der Gunst der Anleger sinken.
Branche profitiert von Großaufträgen
Bei Bilfinger kommt hinzu, dass sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in konkreten Gesprächen mit Kunden im Nahen Osten befindet, um diese beim Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur zu unterstützen. Da selbst ein Waffenstillstand noch in weiter Ferne scheint, dürfte sich eine endgültige Auftragsvergabe dort noch eine Weile hinziehen. Mehr Hoffnung macht dagegen, dass die vom Statistischen Bundesamt gemeldeten steigenden Auftragseingänge auch wieder Großaufträge beinhalten, die offensichtlich aus Investitionen des Bundes aus dem Sondervermögen für die Verkehrsinfrastruktur stammen.
Fazit
Die jüngsten Konjunkturdaten und Analysteneinschätzungen machen Hoffnung auf eine deutlich stärkere zweite Jahreshälfte bei Bilfinger. Diese dürfte für die Zielerreichung 2026 nach unserer Einschätzung aber auch vonnöten sein. Beruhigen sich die Ölpreise wieder, wäre dies ein positives Signal für die materialintensive Baubranche. Technisch kämpft die Aktie mit der Unterstützung bei rund 74 Euro und droht, in den im August verlassenen Abwärtskanal zurückzufallen. Hier gilt daher zunächst Vorsicht.
Auch bei DEWB ist die Erholung ins Stocken geraten, nachdem die Aktie zuvor kräftig von ihrem Jahrestief zurückgekommen war. Ein Rückfall wäre dort allerdings kein Warnsignal, sondern genau das, worauf ein Teil der Anleger wartet: zum Artikel
Positive Impulse gibt es hingegen für die Aktie von NAGA, die vom aktuellen Marktgeschehen profitieren könnte: zum Artikel
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Erstellung am 15.09.26 um 9:21 Uhr.
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