Vossloh: Wann ist die Aktie wieder ein Kauf?


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Vossloh: Wann ist die Aktie wieder ein Kauf?

Vossloh baut mit dem jüngsten Zukauf in Australien seine digitalen Kompetenzen weiter aus. Ob sich das operativ rasch auszahlt, steht auf einem anderen Blatt.

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Die geopolitischen Unsicherheiten belasten auch das Bahntechnikunternehmen Vossloh. Zum einen kam es zu geringeren Abrufen aus bestehenden Rahmenverträgen. Zum anderen erwartet das Unternehmen, dass sich für 2026 geplante Lieferungen im Zusammenhang mit Neubauprojekten in das kommende Jahr verschieben. In der Folge wurde das Umsatzziel für 2026 auf nur noch 1,51 bis 1,61 Mrd. Euro (zuvor: 1,56 bis 1,66 Mrd. Euro) gesenkt. Für das EBIT liegt die Spanne bei 100 bis 110 Mio. Euro (zuvor: 118,5 bis 131 Mio. Euro).

Breite regionale Aufstellung

87 Prozent vom Umsatz erzielte Vossloh 2025 im Ausland. Auch im Nahen Osten macht das Unternehmen Geschäfte und gerade hier dürfte durch den Krieg am Golf die Nachfrage ins Stocken geraten sein. Abseits der Auftragslage gab es im bisherigen Jahresverlauf dennoch einiges zu berichten, denn das Unternehmen feilt unverändert an seiner regionalen Aufstellung und setzt verstärkt auf digitale Technologien.

Hohe Schlagzahl beim Zukaufen

War die Übernahme der Nordic Tamping Service (NTS) aus Schweden noch für die Arbeit am Gleis, ging es beim Zukauf der Cordel Group um die Stärkung der digitalen Angebote zur Anlagenüberwachung und -optimierung. Die zuletzt vermeldete Übernahme der australischen Rail Technology International wiederum ergänzt die automatisierte Schieneninspektion. Zur Finanzierung hatte das Unternehmen im Jahresverlauf bereits Fremdkapital am Markt aufgenommen.

Fazit

Vossloh lässt sich operativ nicht vom Kurs abbringen. Die Zukäufe verbessern das digitale Angebot und könnten sich damit mittelfristig durch neue Aufträge bezahlt machen. Durch die Ertragsrevision bleibt das Papier trotz der Kursrückgänge im Jahr 2026 üppig gepreist. Bei einem Kurs von rund 57 Euro liegt das KGV auf Basis unserer Gewinnschätzungen bei knapp 20. Beruhigt sich die Geopolitik, könnte 2027 ein deutlicher Gewinnanstieg einsetzen und die Bewertung auf 15 drücken. Das wäre vor dem Hintergrund der starken Aufstellung des Unternehmens ein attraktives Niveau. Technisch befindet sich die Aktie unverändert in einem mittelfristigen Abwärtstrend und kämpft mit der Unterstützung bei 57 Euro. Zukäufe drängen sich noch nicht auf, das Papier gehört aber auf die Watchlist.

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Erstellung am 16.09.26 um 9:03 Uhr.

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