Friedrich Vorwerk: Die Schmerzen sind wohl noch nicht vorbei
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Die Aktie von Friedrich Vorwerk kommt aus dem Abwärtstrend nicht heraus. Jetzt droht technisch weiteres Ungemach.
Anleger hassen Unsicherheit. Das gilt besonders dann, wenn das Börsenumfeld durch die Geopolitik sowieso schon arg belastet ist. Von daher war die Einschätzung des Analysehauses Jefferies nicht sehr hilfreich. Zwar gibt es an einem Hold-Votum mit Kursziel 72 Euro zunächst nicht viel auszusetzen, doch der Tonfall der Beurteilung gefiel den Investoren wohl nicht.
Starke Zahlen im Halbjahr 2026
Das Lob für das starke erste Halbjahr 2026 verliert dann seinen Glanz, wenn es heißt, dass die weitere Entwicklung eher ungewiss ist. Hier dürfte der Analyst auf eine Entscheidung des Bundes anspielen. Denn das Reiche-Ministerium hatte im April angekündigt, aus Kostengründen beim Energietransport zukünftig wieder verstärkt auf Freileitungen statt der Erdverlegung zu setzen. Der zwischenzeitliche Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal im August blieb für die Vorwerk-Aktie zunächst nur eine kurze Episode. Ein weiterer Ausbruchsversuch endete dann – wie aus dem Charttechnik-Handbuch – am oberen Ende des abwärts gerichteten Trendkanals.
Rückeroberung der Unterstützung ist Pflicht
Von hier prallte das Papier ab und fiel – auch marktbedingt – mit hoher Dynamik unter die Unterstützung bei knapp 66 Euro. Hier ist der Kampf noch nicht verloren. Gelingt es jedoch nicht, diese Marke zurückzuerobern, könnte die Aktie sogar weiter abrutschen. Da wäre im positiven Szenario zunächst eine Unterstützung bei 61 Euro. Hält diese nicht, droht ein weiteres Absacken bis auf rund 56 Euro. Das untere Ende des Abwärtstrendkanals liegt noch tiefer bei aktuell 54 Euro. So weit muss es aber nicht kommen.
Fazit
Börsianer hassen Unsicherheit. Neben dem schwachen Gesamtmarkt dürfte dies ein Faktor bei den Kursabschlägen gewesen sein. Um der momentan angeschlagenen Charttechnik etwas entgegenzusetzen, benötigt Vorwerk weitere nennenswerte Aufträge, und ob vor dem Hintergrund der jüngsten Angriffe auf kritische Infrastruktur die Entscheidung des Bundes vom April in Stein gemeißelt ist, bleibt offen. Der Abwärtstrend ist aber unverändert intakt und die obere Begrenzung des Abwärtskanals sinkt dementsprechend. Das engt das Potenzial für eine technische Erholung obendrein ein.
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Erstellung am 15.09.26 um 12:51 Uhr.
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