M1 Kliniken: Aktie zum halben Preis zu haben


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M1 Kliniken: Aktie zum halben Preis zu haben

Wer auf M1 Kliniken setzen will, findet mit MPH Health Care einen ungewöhnlich günstigen Umweg mit spekulativem Upside-Potenzial. Doch dieser Umweg hat auch Nachteile, die es abzuwägen gilt.

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Ein altes Spekulationsmotiv hat gestern neue Nahrung erhalten: Wer auf die starke operative Entwicklung von M1 Kliniken setzen will, kann dies auch auf einem Umweg tun – über den Großaktionär MPH Health Care. Die Beteiligungsgesellschaft hält nach letztem Stand rund 66,3 Prozent bzw. 12,3 Mio. M1-Aktien und damit zwei Drittel des Klinikbetreibers. Gleichzeitig notiert der MPH-Kurs mit einem massiven Abschlag auf den inneren Wert. Zum Halbjahr 2026 erhöhte sich der Net Asset Value noch einmal leicht von 56,85 Euro auf 58,02 Euro je MPH-Aktie, während der Börsenkurs zuletzt mit 27,60 Euro nur bei knapp der Hälfte dieses Wertes lag. Rechnerisch ist allein der Wert der M1-Beteiligung mit rund 253 Mio. Euro mehr als doppelt so hoch wie der gesamte Börsenwert von MPH mit rund 117 Mio. Euro.

Spekulation auf Zusammenführung

Wer die MPH-Aktie kauft, bekommt also M1 zu weniger als dem halben Preis. Steigt der Wert der M1-Beteiligung, sollte grundsätzlich auch der Kurs von MPH zulegen. Dieser Zusammenhang und damit der Gleichlauf der Kurse sind seit der Insolvenz der letzten anderen größeren Beteiligung CR Energy noch deutlich enger geworden, denn nunmehr hängt der MPH-Wert fast ausschließlich an M1. Insofern stellt sich mittlerweile auch die Frage nach einer gesellschaftsrechtlichen Zusammenführung beider Unternehmen. Das bleibt zwar vorerst reine Spekulation, da es keinerlei Äußerung von Unternehmensseite zu dem Thema gibt. Eine Zusammenführung könnte den Holdingabschlag aber schlagartig beseitigen und somit zusätzliches Upside-Potenzial freisetzen.

Zweistellige Dividendenrendite

Ein weiteres Argument liefert die Dividende. M1 hat für 2025 1,20 Euro je Aktie gezahlt. MPH fließen aus ihrem M1-Paket damit rechnerisch rund 14,8 Mio. Euro zu. MPH selbst hat für 2025 sogar 5,00 Euro je Aktie ausgeschüttet. Selbst wenn dieses außergewöhnlich hohe Niveau nicht dauerhaft gehalten wird, entspricht allein die von M1 vereinnahmte Dividende bereits rund 3,45 Euro je MPH-Aktie. Würde dieser Betrag weitgehend an die MPH-Aktionäre weitergereicht, ergäbe sich auf dem aktuellen Kursniveau rein rechnerisch eine Dividendenrendite von gut 12 Prozent. Auch wenn es kein offizielles Statement des MPH-Managements zur künftigen Ausschüttungspolitik gibt, gilt es diesen Zusammenhang im Auge zu behalten.

Fazit

Operativ bleibt M1 der eigentliche Treiber: Im ersten Halbjahr stieg der Beauty-Umsatz um 11 Prozent auf 56,9 Mio. Euro, das EBIT sogar um 23,8 Prozent auf 18,6 Mio. Euro. MPH bietet somit die Möglichkeit, an diesem Wachstum mit Bewertungsabschlag und zusätzlichem Dividendenhebel zu partizipieren. Das hat allerdings seinen Preis: Die MPH-Aktie ist äußerst illiquide, und ein Holdingabschlag kann theoretisch noch viele Jahre bestehen bleiben, wenn eine wie auch immer geartete Zusammenlegung beider Unternehmen ausbleibt. Für Anleger mit langem Horizont könnte MPH aber dennoch der interessantere „M1-Proxy“ sein.

Bei M1 Kliniken bzw. MPH bleibt der entscheidende Schritt vorerst Spekulation, bei Pyrum ist der erste bereits vollzogen. In wenigen Tagen zeigt sich, ob der zweite folgt: zum Artikel

Wie bei Pyrum entscheidet auch bei B+S Banksysteme ein Termin in den nächsten Tagen über den weiteren Kursverlauf. Anders als dort hat die Aktie den Vorschuss darauf aber noch gar nicht erhalten, was bei positiven News großes Potenzial verspricht: zum Artikel

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Erstellung am 17.09.26 um 10:41 Uhr.

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