Bilfinger: Setzt sich die Gegenbewegung weiter fort?


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Bilfinger: Setzt sich die Gegenbewegung weiter fort?

Die Bilfinger-Aktie hat wieder in den Vorwärtsgang geschaltet. Offensichtlich kommen die angekündigten Investitionen des Bundes in Straße und Schiene endlich an.

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Die jüngsten Zahlen für die Baubranche waren überraschend gut. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg der Auftragseingang im Juni im Bauhauptgewerbe kalenderbereinigt um über 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Umsätze verbesserten sich um 6,6 Prozent. Interessant: Es gab wieder Großaufträge. Offensichtlich profitiert die Branche endlich vom Sondervermögen des Bundes.

Stärkere zweite Jahreshälfte

Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa vom Baugewerbeverband ZDB sieht ebenfalls einen kräftigen Anstieg im Straßenbau und im öffentlichen Bau. Wenngleich er von einer Wende noch nicht sprechen möchte, so sind die ersten Anzeichen doch kaum zu übersehen. Das deckt sich mit dem Geschäftsausblick von Bilfinger: Das Management hatte bei Vorlage der Q2-Zahlen eine Geschäftsbelebung in der zweiten Jahreshälfte 2026 angekündigt.

Neue Fantasie für die Zahlen

Diese Belebung ist auch bitter nötig, um die Geschäftsziele einzuhalten. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 7 Prozent auf 1.450 Mio. Euro. Das EBITA legte jedoch lediglich um 4 Prozent auf 77 Mio. Euro zu. In der Folge sank die Marge auf 5,3 Prozent (Q2 2025: 5,5 Prozent). Für das Gesamtjahr rechnet Bilfinger nur noch damit, die EBITA-Marge am unteren Ende der Prognosespanne von 5,8 bis 6,2 Prozent zu erreichen. Beim Umsatz wurde die Spanne von 5,4 bis 5,9 Mrd. Euro bestätigt. Die Analysten der UBS sind da optimistisch. Sie empfehlen das Papier heute zum Kauf (zuvor: Neutral) mit Kursziel 102 Euro.

Fazit

Die für Straße und Schiene angekündigten Investitionen des Bundes scheinen nun endlich da anzukommen, wo sie schon vor gut 12 Monaten erwartet wurden. Für Bilfinger könnte das genau der Treiber sein, der dem Papier zuletzt fehlte. Bei Vorlage der Q3-Zahlen wird es daher spannend, ob sich der zuletzt gesunkene Auftragseingang wieder in die richtige Richtung bewegt. Die stark gebeutelte Aktie hat auf die aufgehellte Stimmung reagiert und bei 74 Euro gedreht und den seit Februar intakten Abwärtstrend geknackt. Technisch könnte es jetzt schnell Richtung 90 Euro gehen.

Nicht nur bei Bilfinger füllen sich die Auftragsbücher: Auch Daldrup & Söhne arbeitet einen ungewöhnlich hohen Bestand ab. Der Bohrspezialist legte deswegen im ersten Halbjahr deutlich zu und dürfte die eigene Jahresprognose übertreffen: zum Artikel

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Erstellung am 27.08.26 um 8:53 Uhr.

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