Blick nach Nahost

Plötzlicher Kursrutsch: Warum Ölaktien wie Shell, TotalEnergies und BP jetzt kräftig verlieren


Plötzlicher Kursrutsch: Warum Ölaktien wie Shell, TotalEnergies und BP jetzt kräftig verlieren

Die vorübergehende Einstellung der Angriffe zwischen den USA und dem Iran sorgt für Entspannung am Ölmarkt. Ölaktien geraten unter Verkaufsdruck.

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Rohstoffe

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  • Ölpreise geben zum Wochenstart deutlich nach
  • Auslöser ist eine Waffenpause zwischen den USA und dem Iran
  • Ölaktien in Europa und den USA geben den Rückgang weiter
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Die Lage am Ölmarkt entspannt sich zum Wochenstart deutlich: Der Preis für Brent sackt zeitweise auf 91,02 US-Dollar ab, WTI wird unterdessen bei 84,14 US-Dollar ebenfalls deutlich tiefer gehandelt als zuletzt. Auslöser für die fallenden Ölpreise ist die Nachricht, dass die USA ihre seit 13 Nächten andauernde Angriffsserie auf den Iran ausgesetzt hatten und auch Teheran signalisierte, seine Vergeltungsschläge vorerst einzustellen.

Europäische Ölkonzerne geben nach

Die großen europäischen Ölkonzerne vollziehen den Rückgang bei den Ölpreisen direkt nach: Die Aktie von Shell zeigt sich an der Börse in London zeitweise bei 32,46 GBP und damit rund 1,82 Prozent tiefer, BP verliert daneben 3,45 Prozent auf 5,30 GBP. In Paris rutschen Titel von TotalEnergies um 2,77 Prozent auf 73,80 Euro ab.

Auch die Wall Street folgt dem Ölpreis

Auch an der Wall Street dürften die Ölwerte dem Rückgang bei Brent und WTI folgen. Sowohl bei ExxonMobil als auch bei Chevron dürften vorbörslich an der NYSE Verluste zu sehen sein. Für die integrierten Ölkonzerne wirkt sich ein niedrigerer Rohölpreis unmittelbar auf die Margen im Fördergeschäft aus, während das Raffineriegeschäft davon tendenziell weniger betroffen ist.

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Straße von Hormus bleibt Unsicherheitsfaktor

Von einer vollständigen Entspannung kann trotz der Waffenpause keine Rede sein. Die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus bleibt erheblich eingeschränkt: Übers Wochenende passierten laut Schifffahrtsdaten weniger als zehn Rohstofffrachter pro Tag die Meerenge. Experten warnen daher davor, die aktuelle Entspannung überzubewerten, da viele Reedereien zunächst abwarten würden, bevor sie wieder verstärkt Tanker in die Region schicken.

Ob die Waffenpause hält oder erneut zusammenbricht wie schon mehrfach in diesem Konflikt, dürfte in den kommenden Tagen über die weitere Richtung bei Ölpreis und Ölaktien entscheiden. Anleger achten dabei vor allem darauf, ob sich der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus tatsächlich normalisiert.

Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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