Shell-Aktie dennoch tiefer: Produktionskapazität bei LNG Canada verdoppelt
Der britische Energiekonzern Shell will die Produktionskapazität von LNG Canada in British Columbia verdoppeln.
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Das Unternehmen setzt dabei auf die wachsende Gasnachfrage in Asien.
Wie Shell am Dienstag mitteilte, sollen zwei zusätzliche Verflüssigungsanlagen gebaut und die Produktionskapazität damit auf 28 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppelt werden.
Die milliardenschwere Investition in die Anlage an der Pazifikküste ermöglicht es Shell, mehr Gas nach Asien zu verkaufen. Dort treiben wachsende Bevölkerungszahlen sowie energiehungrige Rechenzentren die Nachfrage an.
Die Investition bedeutet einen weiteren Schub für Kanada. Premierminister Mark Carney bemüht sich darum, das Land deutlicher als Energiesupermacht zu etablieren. Obwohl Kanada reich an Ressourcen ist, hatten Regulierungen die Exportmöglichkeiten des heimischen Öl- und Gassektors bislang behindert. Nun forciert die Regierung Bemühungen, die Genehmigungsverfahren für derartige Infrastrukturen zu vereinfachen, und führt Investitionsanreize ein.
Shell prognostiziert einen weltweiten Anstieg der LNG-Nachfrage bis 2050 auf fast 700 Millionen Tonnen pro Jahr. Dies entspräche einem Zuwachs von 65 Prozent gegenüber dem Niveau von 2025.
Shell hält nach eigenen Angaben 40 Prozent an LNG Canada und wird durch die Erweiterung fast 6 Millionen Tonnen zusätzliches LNG pro Jahr erhalten. Shell geht davon aus, dass der kommerzielle Betrieb der neuen Anlagen Anfang der 2030er Jahre beginnt.
Weitere Partner sind Petronas, PetroChina, Mitsubishi Corp und Korea Gas Corp.
Die Shell-Aktie gibt im Heimathandel am Dienstag zeitweise um 0,82 Prozent auf 36,25 GBP nach.
DJG/DJN/brb/cln
Von Adam Whittaker
DOW JONES
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