Brenntag: Technische Erholung oder neuer Gipfelsturm?

08.05.26 17:50 Uhr

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Die Brenntag-Aktie kommt seit einer Woche nicht mehr recht vom Fleck. Im Vorfeld der Zahlen für das erste Quartal herrscht offensichtlich Vorsicht bei den Anlegern.

 

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Am kommenden Mittwoch präsentiert Brenntag die Zahlen für das erste Quartal 2026. Im Spannungsfeld zwischen schwacher Chemie-Konjunktur und dem gestiegenen Preisniveau für Chemikalien im Zuge des Kriegs am Golf gehen die Schätzungen der Analysten auseinander. Beim EBIT beispielsweise liegt die niedrigste Schätzung bei 160,4 Mio. Euro, die höchste bei 235,1 Mio. Euro.

Schwache Inlandskonjunktur

Ähnlich verhält es sich beim Blick auf den Chart. In den vergangenen Handelstagen sackte die Aktie von fast 64 Euro auf aktuell rund 61 Euro ab. Anleger fürchten, dass bei einem Friedensschluss am Golf die Preise für Chemikalien wieder sinken und die schwache Inlandskonjunktur, die besonders die Chemie-Branche treffen dürfte, wieder in den Vordergrund rückt. So weit ist es jedoch nicht.

Nicht Fisch, nicht Fleisch

Im Dreijahreschart ist die Brenntag-Aktie nach Überwinden des Zwischenhochs bei rund 59 Euro weiter bis auf gut 63/64 Euro gestiegen. Die Widerstandszone bei 63/64 Euro aus dem Jahr 2024 erwies sich dann aber als eine zu hohe Hürde. Vorerst zumindest: Denn sollten die Q1-Zahlen positiv vom Markt aufgenommen werden, könnte dieser Impuls einen neuen Angriff auf den Widerstandsbereich einläuten. Hat die Attacke Erfolg, wäre der Weg zunächst bis 68/69 Euro frei. Senken die Anleger nach Zahlenbekanntgabe jedoch den Daumen, könnte das Zwischenhoch aus dem Februar bei rund 59 Euro eine stabile Unterstützung darstellen.

Fazit

Die Brenntag-Aktie befindet sich an einer technisch spannenden Marke. Spannend ist es auch am Golf. Da Brenntag indirekt vom Krieg in Nahost profitiert, wäre ein Friedensschluss sogar eher negativ zu werten. Allerdings werden die Chemikalienpreise auch nach einem Kriegsende nicht sofort wieder auf Vorkriegsniveau zurückfallen. Das könnte eine schwächere Nachfrage durch die Konjunkturmisere in Deutschland zumindest temporär abfedern. Rein technisch könnte der Bereich um 63/64 Euro durchaus wieder erreichbar sein, danach dürfte die Luft ohne neue positive Nachrichten eher dünn werden.

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Erstellung am 8.5.26 um 15:09 Uhr.

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