Bund muss für gedeckelte EEG-Umlage 10,8 Milliarden zahlen


BERLIN (Dow Jones)--Um die Ökostromumlage im kommenden Jahr bei 6,5 Cent pro Kilowattstunde zu stabilisieren, sind 10,8 Milliarden Euro aus dem Staatshaushalt notwendig. Wie die vier Übertragungsnetzbetreiber mitteilten, würde - ohne Bundeszuschuss - die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) deutlich von aktuell 6,756 Cent auf rund 9,6 Cent pro Kilowattstunde steigen.

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Insgesamt erwarten die Betreiber damit EEG-Einnahmen von 33,1 Milliarden Euro. Hauptgründe für den erhöhten Bedarf sind der coronabedingte Verfall der Börsenstrompreise um rund 38 Prozent sowie der Rückgang beim Stromverbrauch. So liegt der vorläufige Nettostrombedarf in Deutschland für das laufende Jahr um rund 8 Prozent unter den Erwartungen. Das EEG-Konto war zum Ende September um 4,1 Milliarden Euro unterdeckt.

Zugleich gehen die Übertragungsnetzbetreiber von einer weiteren Zunahme von Ökostrom um etwa 3 Terawattstunden auf etwa 228 Terawattstunden aus. Grundlage für die Berechnungen sind Prognosen unabhängiger Gutachter in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur.

Die Erhöhung der EEG-Umlage wird 2021 wegen des Bundeszuschusses für die Stromverbraucher aber nicht wirksam. Er speist sich aus jährlichen Einnahmen aus der neuen CO2-Bepreisung im nationalen Emissionshandel sowie dem Konjunkturpaket, das die Bundesregierung im Sommer beschlossen hatte.

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Gleichzeitig veröffentlichten die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW die Offshore-Netzumlage für das kommende Jahr, die die Kosten für den Ausbau des Windenergie-Netzes in der Nord- und Ostsee sowie Entschädigungszahlungen an Anlagenbetreiber umfasst. Diese Umlage sinkt 2021 leicht von 0,416 Cent auf 0,395 Cent pro Kilowattstunde.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/smh

(END) Dow Jones Newswires

October 15, 2020 04:00 ET (08:00 GMT)

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