Bundesregierung warnt vor Fokus nur auf Elektromobiliät
BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesregierung will für die Reduktion von CO2-Emissionen in der Autoindustrie nicht nur auf Elektromobilität, sondern auf alle Antriebsarten setzen. Das geht aus dem Bericht über den Transformationsdialog Automobilindustrie hervor, den das Wirtschaftsministerium bereits am Dienstag angenommen hat. "Eine ausschließliche Fokussierung auf nur eine Antriebstechnologie wäre mit großen industrie- und beschäftigungspolitischen Risiken verbunden, würde den Verlust von Kompetenzen und Technologieführerschaft bedeuten und die Entwicklung alternativer technologischer Innovationen hemmen", heißt es in dem Report.
So sei die Einbeziehung von E-Fuels eine von mehreren Optionen, die bei der anstehenden Novellierung der europäischen CO2-Flottenregulierung betrachtet werden sollte. Laut dem Bericht will sich die Autoindustrie zugleich "der nunmehr beschleunigten Transformation stellen und sich weiter modernisieren". Zu den Empfehlungen gehören neben verstärkter staatlicher Förderung auch stärkere Qualifizierungsmaßnahmen in den Betrieben.
An dem Dialog hatten Vertreter der Automobilwirtschaft, der Gewerkschaften, der Arbeitgeberverbände und der Länder teilgenommen. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sollen in die "Konzertierte Aktion Mobilität" unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einfließen, betonte Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nußbaum. In zwei Wochen ist im Kanzleramt auch der nächste Autogipfel geplant.
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November 04, 2020 07:03 ET (12:03 GMT)