Aktien von NVIDIA, AMD & Co.: Piper Sandler empfiehlt diese fünf Chipwerte zum Kauf - sollten Anleger einsteigen?
Ein Analyst vergibt gleich fünf Kaufvoten für US-Chipaktien - bei einem Anbieter übersteigt die Nachfrage das Angebot um das Doppelte.
Werte in diesem Artikel
- Piper Sandler startet Coverage für fünf US-Chipaktien mit Kaufvotum
- Bei einem der fünf Unternehmen übersteigt die Nachfrage laut Analyst das Angebot um das Doppelte
- Diese Aktien könnten für Anleger jetzt interessant werden
Der US-Broker Piper Sandler eröffnete Anfang September die Coverage für den Chipsektor und vergibt gleich fünf Kaufvoten auf einen Schlag. Analyst David O'Connor stuft NVIDIA, Broadcom, AMD, Marvell Technology und Arm Holdings jeweils mit Overweight ein. Wie investing.com berichtet, sieht der Analyst in den fünf Werten die zentralen Nutznießer der wachsenden Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz, angetrieben durch den diesjährigen Durchbruch sogenannter agentischer KI-Anwendungen.
NVIDIA-Aktie und Broadcom: Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt
Bei NVIDIA sieht O'Connor laut investing.com den „uneingeschränkten Marktführer im Bereich KI-Rechenleistung mit einem Marktanteil von 80 Prozent". Mit einem Kursziel von 300 US-Dollar entsteht ein Aufwärtspotenzial von über 36 Prozent gemessen am letzten Schlusskurs von 219,34 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 17.09.2026). Damit zählt die Aktie für ihn trotz der hohen Bewertung noch zu den günstigeren Werten der Branche, gemessen am rund 14-Fachen der für 2028 erwarteten Gewinne. Ähnlich knapp ist die Lage bei Broadcom, wo Piper Sandler ein Kursziel von 460 US-Dollar ansetzt und dem Anbieter maßgeschneiderter ASIC-Chips einen Marktanteil von 75 Prozent zuschreibt. Die Nachfrage übersteige das Angebot um das Doppelte, so O'Connor, für das Geschäftsjahr 2027 rechnet er bereits mit einem Bedarf von rund 12 Gigawatt. Gemessen am letzten Schlusskurs von 347,30 US-Dollar könnte es hier also noch um etwa 32,5 Prozent nach oben gehen (Stand: Schlusskurs vom 17.09.2026).
AMD-Aktie und Marvell Technology: Wachstum abseits der Marktführer
Für AMD, das O'Connor laut investing.com als „idealen Nutznießer der agentischen KI-Welle" bezeichnet, ruft Piper Sandler ein Kursziel von 600 US-Dollar aus, mit einem Aufwärtspotenzial von etwa 10 Prozent (letzter Schlusskurs: 545,09 US-Dollar). Ausschlaggebend seien Marktanteilsgewinne bei Server-Prozessoren sowie der Hochlauf der Helios-Grafikchips, für die OpenAI, Meta und Anthropic als Ankerkunden gelten. Bis 2030 traut der Analyst dem Unternehmen ein jährliches Gewinnwachstum von 65 Prozent zu. Bei Marvell Technology setzt Piper Sandler ein Kursziel von 270 US-Dollar an, was einem Aufwärtspotenzial von rund 12 Prozent gemessen am letzten Schlusskurs von 240,76 US-Dollar entspricht (Stand: Schlusskurs vom 17.09.2026), und verweist gemäß investing.com auf die Datacenter-Sparte sowie eine mit 120 Milliarden US-Dollar bezifferte Vereinbarung mit Google, die O'Connor als „transformativ" einstuft. Als möglichen Kurstreiber nennt er den für den 6. Oktober angesetzten Analystentag des Unternehmens.
Arm-Aktie: Rückenwind durch eigene Chip-Entwicklung
Den Schluss der Liste bildet Arm Holdings, für das Piper Sandler ein Kursziel von 320 US-Dollar ausruft. Hier könnte es also noch um etwa 21 Prozent aufwärts gehen (letzter Schlusskurs: 264,90 US-Dollar). O'Connor verweist laut investing.com auf die starke Marktstellung des Unternehmens bei Prozessor-Lizenzen sowie auf den Ausbau des Geschäfts um eigene Chip-Designs und geistiges Eigentum für Beschleunigerchips. Dieser Schritt in Richtung eigener Halbleiterentwicklung könnte den Gewinn nach Einschätzung des Analysten perspektivisch verdoppeln.
Einstiegschance für Anleger?
Mit ihren fünf Kaufvoten zeichnet Piper Sandler ein optimistisches Bild für ausgewählte Chipwerte und setzt dabei vor allem auf den anhaltenden Ausbau der KI-Infrastruktur. Für Anleger rücken damit NVIDIA, Broadcom, AMD, Marvell Technology und Arm Holdings in den Fokus und gelten als potenziell spannende Einstiegskandidaten.
Ob sich die Kaufthese von Piper Sandler bestätigt, dürfte sich zuerst am Analystentag von Marvell Technology am 6. Oktober zeigen, den O'Connor selbst als möglichen Kurstreiber nennt. Bis dahin bleibt offen, ob weitere Häuser der neuen Einschätzung folgen. Des weiteren hängt das Erreichen der ambitionierten Kursziele maßgeblich davon ab, wie sich Nachfrage, Margen und Marktanteile im weiteren Verlauf der KI-Welle entwickeln.
Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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