clearvise: Die Erholung ist gestartet

01.06.26 07:25 Uhr

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Die Aktie von clearvise kannte lange Zeit nur eine Richtung: abwärts. Die Zahlen für 2025 und der Ausblick auf die aktuelle Periode haben aber ein Umdenken eingeleitet.

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Nach dem Strompreispeak 2022 sind die Preise wieder deutlich zurückgegangen, an der Börse gibt es sogar immer mehr Stunden mit negativen Preisen. Hinzu kommt, dass das Windaufkommen in Deutschland in den letzten zwei Jahren immer wieder über längere Phasen deutlich unterdurchschnittlich ausgefallen ist. Daher waren nach hohen Sondererträgen 2022 und 2023 die Marktbedingungen für Bestandshalter von Wind- und Solarparks in Deutschland wieder schwieriger, wobei die bestehenden EEG-Vergütungen die Auswirkungen deutlich abfedern. In anderen europäischen Ländern waren zum Teil ähnliche Markttrends zu beobachten.

Zahlen besser als der Aktientrend

Unter der Verschärfung der Marktbedingungen in den letzten Jahren hat die Aktie von clearvise stark gelitten. Bei den operativen Zahlen sieht es hingegen inzwischen wieder besser aus: Im letzten Geschäftsjahr konnte die Stromproduktion um 3,3 Prozent auf 455,7 GWh gesteigert werden und der Umsatz hat, inklusive Vergütungen für Abregelungen, um 12,6 Prozent auf 40,7 Mio. Euro zugelegt. Das EBITDA ist mit demselben Tempo wie die Erlöse auf 25,5 Mio. Euro gewachsen. Für die laufende Periode peilt das Management eine Ausweitung der Stromproduktion um 22 bis 28 Prozent an, die zu einer Umsatzsteigerung um 17 bis 23 Prozent auf 44,2 bis 46,5 Mio. Euro führen soll. Und das EBITDA soll immerhin noch um 4 bis 12 Prozent auf 26,7 bis 28,7 Mio. Euro zulegen.

Startschuss für Erholung

clearvise hat Zahlen und Ausblick Ende April veröffentlicht – und das war der Startschuss für eine Erholung der Aktie. Vom Jahrestief auf Xetra hat das Papier inzwischen knapp 20 Prozent zugelegt.

Weiteres Potenzial

Trotzdem deuten mehrere Indizien daraufhin, dass noch weiteres Potenzial vorhanden ist. So liegt der Buchwert je Aktie bei 1,92 Euro und damit mehr als 40 Prozent über dem aktuellen Kurs. Die Analysten von SMC-Research taxieren den fairen Wert sogar noch etwas höher, bei 2,00 Euro. Und rein technisch betrachtet würde ein weiterer Anstieg bis zur 200-Tage-Linie zumindest Potenzial bis 1,45 Euro eröffnen.

Mehr Chancen als Risiken

Was noch fehlt, ist ein stabiler charttechnischer Boden. Damit besteht die Gefahr, dass der Abwärtstrend doch fortgesetzt wird. Angesichts der soliden operativen Performance und eines hohen Abschlags zum Buchwert scheinen die Chancen die Risiken aber zu überwiegen, wobei vielleicht etwas Geduld notwendig ist.

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Erstellung am 01.06.26 um 6:43 Uhr.

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