Bilfinger: Hier wird es jetzt gefährlich

25.06.26 07:42 Uhr

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Die Bilfinger-Aktie steckt weiter in einem dynamischen Abwärtstrend. Auch kreative Ideen aus der Bauindustrie helfen dem Papier derzeit nicht.

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Im Sondervermögen des Bundes sollte eigentlich auch ein gehöriger Anteil für die Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur reserviert sein. Doch offensichtlich kommen die Aufträge noch nicht wie erhofft im Bau an. Die Bauindustrie hat daher jüngst eine neue Variante ins Spiel gebracht: Investitionen für Straßen und Brücken sollen nicht mehr aus dem Bundeshaushalt, sondern nutzerfinanziert gestemmt werden.

Pkw-Maut 2.0?

Sie haben richtig gelesen. Dahinter steckt ein bereits 2019 gescheitertes und für den Steuerzahler bereits sehr teures Projekt: die Pkw-Maut. Ob es sich hierbei um mehr als einen Testballon handelt, ist fraglich. Börsianer nahmen diese barrierefreien Denkansätze denn auch nicht wirklich ernst. Zumindest konnte die Bilfinger-Aktie hiervon nicht spürbar profitieren. In der nachrichtenfreien Zeit bis zur Vorlage der Halbjahreszahlen am 12. August werden daher Charttechnik und Gesamtmarkt die Kursentwicklung des Baudienstleisters dominieren.

Unterstützung vor neuem Test

Technisch sieht es dabei alles andere als rosig aus. Das im Dreijahreschart zu erkennende, absteigende Dreieck, mit einer – in diesem Fall sogar stark – fallenden Trendlinie und der unteren Begrenzung bei rund 95 Euro, hat der Aktie den zu erwartenden Ausbruch nach unten beschert. Die Unterstützungen bei 90 und 87 Euro boten ebenfalls keinen Halt. Die nächste, aus dem Dreijahreschart abgeleitete Unterstützung liegt bei rund 80 Euro. Bereits in der ersten Junihälfte wurde diese getestet, hielt aber noch Stand.

Fazit

Geschenkt: Dass in Deutschland Straßen und Brücken marode sind und zudem kritische Infrastrukturen einen kaum nennenswerten Schutz genießen, ist kaum abzustreiten. Die Frage ist jedoch, ob und wann es hier zu einer spürbaren Auftragsvergabe kommt. Keine neuen Entwicklungen gibt es zudem an der Auftragsfront für im Golfkrieg zerstörte Infrastruktur. Hält die Unterstützung bei rund 80 Euro nicht, dürfte ein weiterer Rückgang bis auf 73 Euro nicht ausgeschlossen sein. Hier verläuft die nächste, relevante Unterstützung. Impulse, um sich gegen den Abwärtstrend zu stemmen, müssten wohl durch vom Unternehmen neu akquirierte Aufträge kommen.

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Erstellung am 24.6.26 um 15:49 Uhr.

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