Corona-Maßnahmen

OSRAM rutscht weniger stark in rote Zahlen als erwartet - Aktie legt deutlich zu


OSRAM rutscht weniger stark in rote Zahlen als erwartet - Aktie legt deutlich zu

OSRAM ist im dritten Geschäftsquartal wie angekündigt in die roten Zahlen gerutscht, rechnet aber damit, die zuletzt gesenkte Geschäftsprognose erfüllen zu können.

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Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) fiel im Zeitraum April bis Juni mit minus 27 Millionen Euro negativ aus, wie der Lichttechnikkonzern aus München mitteilte. Im Vorjahr stand hier noch ein Plus von 58 Millionen Euro. Auch als Folge der zeitweiligen Werksschließungen in der Autobranche sind OSRAM knapp 30 Prozent seiner Einnahmen weggebrochen, etwas weniger als zuletzt erwartet. Der Umsatz belief sich auf 606 nach 850 Millionen im Vorjahr.

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Unter dem Strich und nach Anteilen Dritter stieg der Fehlbetrag von 43 auf 105 Millionen Euro. Der Mittelabfluss konnte auf 7 Millionen Euro begrenzt werden.

"Der Erfolg unserer Corona-Maßnahmen und unseres Liquiditäts-Managements schlägt sich klar in unseren Quartalszahlen nieder", sagte OSRAM-Vorstandschef Olaf Berlien. "Im dritten Quartal haben wir bereits die Gesamtersparnis erreicht, die wir uns für das Gesamtjahr vorgenommen hatten."

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Für das bis September laufende Geschäftsjahr 2020/21 bestätigte OSRAM die Einschätzung von Mitte Juni, wonach bei einem Umsatzrückgang von 15 bis 19 Prozent die bereinigte EBITDA-Marge zwischen 3 und 6 Prozent liegen wird und der Free Cashflow mindestens zweistellig negativ.

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Bei OSRAM hat kürzlich AMS die Mehrheit übernommen. Es wird erwartet, dass der österreichische Sensor- und Chiphersteller sich schon bald die vollen Durchgriffsrechte sichert und Geschäfte auf den Prüfstand stellt. OSRAM leidet seit geraumer Zeit unter dem Preisverfall seines LED-Geschäfts und der schwachen Autokonjunktur.

Am Dienstagabend entsandte AMS drei eigene Vertreter in den Aufsichtsrat von OSRAM, darunter den Vorstand Thomas Stockmeier und Betriebsrat Johan Christian Eitner. Der designierte Siemens-Chef Roland Busch, Frank H. Lakerveld und Arunjai Mittal legten ihre Ämter nieder.

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Analysten hatten für das zweite Quartal im Schnitt mit 581 Millionen Euro Umsatz, einem bereinigten EBITDA-Verlust von 45 Millionen Euro und mit einem Nettoverlust von 94 Millionen Euro gerechnet.

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Die Aktien von OSRAM gewannen am Mittwoch via XETRA 3,91 Prozent auf 43,54 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: OSRAM

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DatumRatingAnalyst
04.05.21 OSRAM Verkaufen Independent Research GmbH
04.03.21 OSRAM Halten Independent Research GmbH
16.02.21 OSRAM Verkaufen Norddeutsche Landesbank (Nord/LB)
10.02.21 OSRAM kaufen Independent Research GmbH
29.01.21 OSRAM kaufen Independent Research GmbH