Aktien im Blick: Mutares erwirbt von Symrise US-Geschäft mit Terpen-Inhaltsstoffen - Analystenurteil
Die Beteiligungsgesellschaft Mutares kauft dem Duftstoff- und Aromen-Hersteller Symrise dessen US-Geschäft mit Terpen-Inhaltsstoffen ab.
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Die Transaktion stärke das Chemicals & Materials-Segment, das Mutares im Zuge der Übernahme des Geschäftsbereichs Engineering Thermoplastics von Sabic aufgebaut hat, teilte die Beteiligungsgesellschaft am Dienstag mit. Finanzielle Details nannte sie nicht.
Die Symrise-Einheit AmeriTerpenes stellt den Angaben zufolge natürliche terpenbasierte Inhaltsstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen her, die auf Kiefernhoz basieren. Zum Produktportfolio zählten unter anderem Dihydromyrcenol, Linalool und Anethol, die in Parfums und Haushaltsprodukten sowie Lebensmittel- und Getränkearomen eingesetzt werden. Das Unternehmen erzielt einen Umsatz von rund 200 Millionen US-Dollar mit zwei Produktionsstandorten und beschäftigt etwa 170 Menschen.
Symrise will sein Portfolio mit der Veräußerung weiter auf seine zentralen Wachstumsplattformen ausrichten. "Diese Transaktion illustriert, wie wir Symrise mit konsequentem Portfoliomanagement aktiv für die Zukunft aufstellen", sagte Symrise-Chef Jean-Yves Parisot laut Mitteilung. Symrise erwartet infolge der Transaktion nach eigenen Angaben einen nicht zahlungswirksamen Veräußerungsverlust im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dieser werde sich auf den Jahresabschluss 2026 von Symrise auswirken, hieß es weiter.
Symrise stabil und Givaudan im Minus nach Analystenurteilen
Die Aktien der Aromenhersteller Symrise und Givaudan sind am Dienstag im schwachen Marktumfeld etwas auseinander gedriftet. Während Symrise im DAX nach einer Kaufempfehlung via XETRA zeitweise 0,89 Prozent auf 93,02 gewinnt, büßen Givaudan im Schweizer Handel 1,31 Prozent auf 3.239 Franken ein. Die Papiere von Mutares notieren derweil 0,2 Prozent höher bei 25,45 Euro. Nach einem starken Handelsstart fehlten allerdings auch bei Symrise die Anschlusskäufe und das Kursplus schmolz sukzessive zusammen.
Analyst Marcus Dunford-Castro von der Investmentbank Jefferies hob am Montagabend Symrise auf "Buy" und strich zugleich seine Kaufempfehlung für Givaudan. Bei Symrise setzt der Experte insbesondere auf ein weiter anziehendes Geschäft im Bereich Pet Food als Zulieferer der Tiernahrungshersteller. Zudem profitierten die Deutschen mehr von verbesserten Voraussetzungen in der Lebensmittelbranche.
Die nächste Phase der Outperformance der europäischen Zutatenhersteller dürfte angetrieben werden von biotechnologischen Innovationen und technologisch breit aufgestellten Unternehmen, vermutet Dunford-Castro. Givaudan dürfte dagegen das Problem haben, dass der Vorteil durch die Premiumisierung im Bereich feine Duftstoffe schwinde. In anderen Kategorien sieht er die Konkurrenz aus der Branche aber besser aufgestellt.
Celine Pannuti von JPMorgan bleibt für Givaudan unterdessen weiter sehr optimistisch. Sie rechnet mit einer weiteren Wachstumsbeschleunigung der Schweizer im zweiten Halbjahr und favorisiert sie in der Branche.
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MÜNCHEN (dpa-AFX)
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Bildquellen: Symrise, Postmodern Studio / Shutterstock.com