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Schutz vor dem KI-Rücksetzer: Jefferies rät zu Dividenden-Schwergewichten - diese Aktien stechen heraus


Schutz vor dem KI-Rücksetzer: Jefferies rät zu Dividenden-Schwergewichten - diese Aktien stechen heraus

Während die KI-Rally ins Wanken gerät, setzt Jefferies ausgerechnet auf Dividendenwerte, und eine Aktie sticht dabei besonders heraus.

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  • Jefferies rät zu Aktien mit niedriger Volatilität und hoher Dividende
  • Procter & Gamble, Pfizer, KeyCorp und Simon Property Group stehen im Fokus
  • Ansatz soll vor einer möglichen Korrektur der KI-Rally schützen
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Jefferies-Stratege Desh Peramunetilleke rät Anlegern in einer Notiz von Anfang Juli 2026 zu einem defensiven Kurswechsel. Statt weiter auf die aufgeheizte KI-Rally zu setzen, sollen sie zu US-Aktien mit niedriger Kursschwankung und hoher Dividenden- oder Free-Cashflow-Rendite greifen, wie CNBC laut Tradesunion berichtet. Hintergrund ist die wachsende Unsicherheit über die Rendite der milliardenschweren Investitionen der Hyperscaler in Rechenzentren und Chips. Aus dem Screening ragen vier Namen heraus: Procter & Gamble, Pfizer, KeyCorp und Simon Property Group.

Das Auswahlraster: ruhig, dividendenstark, profitabel

Peramunetilleke screent nach US-Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als 10 Milliarden US-Dollar, die im untersten Fünftel der Kursschwankungsbreite liegen und zugleich eine auf zwölf Monate vorausschauende Dividendenrendite oder eine Free-Cashflow-Rendite von jeweils mehr als drei Prozent aufweisen. Zusätzlich dürfen die Gewinnschätzungen für 2026 in den vergangenen drei Monaten nicht gefallen sein. Bereits Anfang Juli 2026 hatte der Stratege in einer separaten Analyse auf Qualitätsaktien mit geringem Kursmomentum gesetzt, etwa auf den Pharmakonzern AbbVie, mit demselben Ziel, Ruhe ins Depot zu bringen, ohne ganz auf Aktien zu verzichten.

Procter & Gamble und drei weitere Kandidaten im Kurzcheck

Procter & Gamble bringt es laut der Notiz auf eine über zwölf Monate vorausschauende Dividendenrendite von rund drei Prozent, blieb im bisherigen Jahresverlauf 2026 mit einem Kursplus von knapp drei Prozent aber hinter dem Gesamtmarkt zurück. Im April 2026 übertraf der Konsumgüterkonzern bei bereinigtem Gewinn je Aktie und Umsatz die Erwartungen, die Produktvolumina wuchsen erstmals seit einem Jahr wieder. Die nächsten Quartalszahlen folgen am Mittwoch. Pfizer kommt in der Analyse auf fast sieben Prozent Dividendenrendite, notiert im laufenden Jahr aber rund zwei Prozent im Minus. Der Pharmakonzern hatte im Mai 2026 bei Gewinn und Umsatz die Konsensschätzungen geschlagen, die Zahlen zum zweiten Quartal folgen am 4. August.

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Bei KeyCorp lag die Dividendenrendite zum Zeitpunkt der Jefferies-Notiz bei knapp vier Prozent, der Kurs damals rund 12 Prozent im Plus für das Jahr. Die Regionalbank hat seither nachgelegt. Am 21. Juli wies sie für das zweite Quartal einen Gewinn von 0,44 US-Dollar je Aktie aus, rund 5 Prozent über dem Analystenkonsens von 0,42 US-Dollar, bei einem Umsatzplus von knapp 7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 1,96 Milliarden US-Dollar.

Die Immobiliengesellschaft Simon Property Group kommt auf eine Dividendenrendite von gut vier Prozent und ein Kursplus von rund 18 Prozent im laufenden Jahr. Im Mai übertraf der Einkaufszentren-Betreiber die Erwartungen bei den Funds from Operations, hob die Jahresprognose an und erhöhte die Quartalsdividende. Die Zahlen zum zweiten Quartal folgen am 10. August.

Rotation statt Ausstieg aus der KI-Story

Der Vorstoß fällt in eine Marktphase, in der Momentum-Strategien so dominant sind wie lange nicht mehr. Der S&P 500-Momentum-Index hat den breiten Markt seit 2024 um mehr als 70 Prozent geschlagen und nähert sich damit Werten aus der Dotcom-Blase der 1990er Jahre, wie Peramunetilleke in einer Analyse von Anfang Juli zeigte. Vor dem Ausbruch des Kriegs mit dem Iran trugen auch Rohstoff- und Rüstungswerte zu diesem Momentum bei, inzwischen laste es fast allein auf der KI-Story, was laut dem Strategen das Risiko eines abrupten Stimmungswechsels erhöht.

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Wo die vermeintlich sichere Wette Risiken birgt

Ganz risikofrei ist der Umweg über Dividendenaktien nicht. KeyCorp hängt als Regionalbank stärker am Kreditzyklus und an der Zinsmarge als an einer klassisch defensiven Geschäftsstruktur. Pfizers hohe Rendite spiegelt auch die schwache Kursentwicklung eines Konzerns wider, der mit auslaufenden Patenten kämpft. Und Simon Property Group hängt an der Konsumlaune der US-Verbraucher, also an jener Größe, die zuerst leiden dürfte, sollte sich eine KI-Investitionsbremse auf die Gesamtwirtschaft übertragen. Das Jefferies-Raster filtert nach Kursschwankung und Rendite, nicht nach Geschäftsmodell-Resilienz, und genau darin liegt der Unterschied zwischen Absicherung und einer Wette auf relative Stärke.

Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar und ersetzt keine individuelle Beratung.

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Bildquellen: Bro Crock / Shutterstock, Monster Ztudio / Shutterstock.com

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10.07.26 Pfizer Sector Perform RBC Capital Markets
08.07.26 Pfizer Neutral JP Morgan Chase & Co.
03.07.26 Pfizer Buy Jefferies & Company Inc.
23.06.26 Pfizer Neutral UBS AG
23.06.26 Pfizer Neutral JP Morgan Chase & Co.