Deutsche-Bank-Chef: Regierung darf Reformen nicht zerreden


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche-Bank-Chef (Deutsche Bank) Christian Sewing warnt vor Rückschritten bei angekündigten Reformen. "Wer jetzt darüber diskutiert, Reformen zurückzudrehen oder angekündigte Maßnahmen wieder vom Tisch zu nehmen, handelt falsch", sagte Sewing beim "Handelsblatt-Bankengipfel" in Frankfurt. "Regierung und Koalitionsparteien sollten nicht über den Rückweg sprechen, sondern das Angekündigte konsequent umsetzen - und dann zügig die nächsten Reformschritte angehen."

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Insgesamt stimme die Richtung, die Wirtschaftsdaten würden besser, sagte Sewing. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat in drei Quartalen in Folge zugelegt, Volkswirte trauen der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr inzwischen etwa ein Prozent Wachstum zu. "Nächstes Jahr dürfte es Richtung 1,5 Prozent gehen. Damit ist die Lage besser, als sie häufig beschrieben wird", betonte Sewing.

Aber das Wachstum reiche noch nicht. Daher brauche es Entschlossenheit zu Reformen und die Bereitschaft, Belastungen auszuhalten. "Reformen können zunächst wehtun", sagte Sewing. Die Ankündigung des Reformpakets vor der Sommerpause habe Vertrauen geschaffen und das Interesse an Deutschland wieder gesteigert. Dieses Momentum gelte es zu halten.

Zugleich warnte der Deutsche-Bank-Chef vor dem starken Anstieg der Renditen auf den weltweiten Märkten für Staatsanleihen. Zuletzt hatten sich Investoren in Scharen von Bonds getrennt, die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen etwa stieg jüngst auf den höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren. Damit wird die Aufnahme neuer Schulden für Deutschland teurer.

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"Ich sehe hier noch keine explizite Krise", sagte Sewing. "Aber der Spielraum von Staaten, bei künftigen Krisen gegenzusteuern, wird immer geringer." Insgesamt müssten sich Staaten, Unternehmen und Investoren darauf einstellen, dass Kapital knapper und teurer werde - "in einer Zeit, in der enorme Investitionen in Transformation, Sicherheit und Wachstum nötig sind"./als/ben/stw/DP/zb

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05.08.26 Deutsche Bank Buy Warburg Research

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