Deutscher Auftragseingang im Dezember schwächer als erwartet
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Auftragseingang der deutschen Industrie hat sich im Dezember schwächer als erwartet entwickelt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) sanken die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent und lagen kalenderbereinigt um 6,4 (November: 6,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Rückgang von nur 0,8 Prozent prognostiziert.
Ohne Großaufträge ergab sich ein Minus von 2,0 Prozent. Den ursprünglich für November gemeldeten Zuwachs bei den gesamten Auftragseingängen von 2,3 Prozent revidierten die Statistiker auf 2,7 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang um 2,6 Prozent höher.
Die Inlandsbestellungen verringerten sich im Dezember auf Monatssicht um 0,9 (plus 2,4) Prozent, während die Auslandsaufträge um 2,6 (plus 2,9) Prozent sanken, darunter die aus dem Euroraum um 7,5 (plus 6,0) Prozent. Die Bestellungen von Vorleistungsgütern erhöhten sich um 0,8 (plus 4,9) Prozent und die von Konsumgütern um 6,4 (plus 0,4) Prozent, während die Bestellungen von Investitionsgütern um 4,6 (plus 1,6) Prozent sanken.
Das Bundeswirtschaftsministerium verwies darauf, dass die Kfz-Industrie und der sonstige Fahrzeugbau Auslöser des Auftragsrückgangs gewesen seien, während in einer Reihe anderer Bereiche - wie pharmazeutische Erzeugnisse und elektrische Ausrüstungen - beachtliche Zuwächse gemeldet worden seien.
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February 05, 2021 02:14 ET (07:14 GMT)