Verluste nach US-Zinsentscheidung wettgemacht: Goldpreis legt zu
Der Goldpreis ist am Donnerstag gestiegen und hat damit Verluste nach der US-Zinsentscheidung vom Vorabend wettgemacht.
Am Morgen wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) an der Börse in London bei 4.327 US-Dollar gehandelt. Das sind etwa anderthalb Prozent mehr als am späten Vorabend. Die Notierung stand damit nur knapp unter dem Niveau, das vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed herrschte.
Am Mittwochabend hatte die erste Zinserhöhung in den USA seit dem Sommer 2023 den Goldpreis unter Druck gesetzt. Zeitweise war die Notierung nach den geldpolitischen Beschlüssen der US-Notenbank um fast 100 Dollar bis auf 4.235 gefallen, bevor in der vergangenen Nacht eine Kurserholung einsetzte.
Am Markt wurde die Erholung beim Goldpreis mit einem Rückgang der Renditen für US-Staatsanleihen erklärt. Diese sind am Donnerstagmorgen gesunken, nachdem sie zuvor infolge der einstimmig beschlossenen Zinsanhebung der US-Notenbank Fed gestiegen waren. Der aktuelle Rückgang heute Morgen nahm etwas Druck vom Goldpreis, wie es von Marktbeobachtern hieß. Der Goldpreis leidet in der Regel unter hohen Anleiherenditen, da Goldanlagen keine Zinsen abwerfen.
Bei den Renditen von US-Staatsanleihen habe es nach der Zinserhöhung "eine Überreaktion gegeben", erklärte Christopher Wong, Stratege bei der Oversea-Chinese Banking Corp. Der aktuelle Rückgang der Renditen habe den Goldpreis gestützt, wenngleich das weiter hohe Niveau der Renditen künftig eher belasten dürfte.
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LONDON (dpa-AFX)
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