Drägerwerk: Diese Szenarien sind jetzt wahrscheinlich

22.06.26 12:09 Uhr

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Um die Vorzugsaktie von Drägerwerk ist es zuletzt ruhig geworden. Technisch steht das Papier möglicherweise vor richtungsweisenden Handelstagen.

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Der Abstand vom Jahreshoch wird bei der Vorzugsaktie von Drägerwerk immer größer. Mittlerweile liegt der Kurs fast 20 Prozent unter dem Höchstwert von gut 100 Euro. Fundamental gibt es seit Vorlage der Q1-Zahlen Ende April nicht viel Neues: Die Hauptversammlung stimmte im Mai erwartungsgemäß der Dividendenerhöhung für die Vorzugsaktie auf 2,27 Euro (zuvor: 2,03 Euro) zu und die jüngste Analystenempfehlung war ein unspektakuläres „Hold“ mit Kursziel 90 Euro von Jefferies.

Warten auf die Halbjahreszahlen

Neuigkeiten dürfte es damit wohl frühestens am 30. Juli geben. Dann nämlich präsentieren die Lübecker ihre Halbjahreszahlen. Bis dahin steht der Ausblick für 2026, inklusive der unverändert breit gefassten Zielrange. Der Umsatz soll um 1,0 bis 5,0 Prozent (währungsbereinigt: 2,0 bis 6,0 Prozent) wachsen und die EBIT-Marge 5,0 bis 7,5 Prozent betragen. Doch offensichtlich bekommt dem Papier die Ruhe nicht so gut. Technisch droht jetzt sogar weiteres Ungemach.

Technisch angeschlagen

Die Konsolidierung hat die Aktie nämlich erneut unter die Unterstützungszone von 84/85 Euro gedrückt, nachdem Mitte Mai die Dividendenausschüttung das Papier bereits einmal unter diesen Bereich gezogen hatte. Der Chart ist sichtlich angeschlagen. Jetzt droht ein Rückgang bis in den Bereich um 76/78 Euro. Zur Erinnerung: Von hier startete der starke Kursanstieg zu Jahresbeginn nach Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen für 2025.

Fazit

Technisch wurde der mittelfristige und recht starke Aufwärtstrendkanal im Dreijahreschart seit Ende 2024 bereits im Mai 2026 verlassen. Beim kurzfristigen Trend seit Oktober 2025 wiederum wird es jetzt spannend: Der Kurs ist an der unteren Trendlinie angestoßen. Gelingt es der Aktie, sich von dieser Linie nach oben zu lösen, könnten wieder Kurse von rund 90 Euro möglich sein. Aufgrund fehlender positiver Impulse bleibt das Negativszenario mit Rückgängen bis auf 76/78 Euro aber eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

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Erstellung am 22.6.26 um 11:05 Uhr.

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