Drägerwerk: Eine neue Chance?
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Die Vorzugsaktie von Drägerwerk hat nach den Q1-Zahlen 2026 ihre Korrektur fortgesetzt. Fundamental und technisch sind die Karten nun aber neu gemischt.
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Seit dem Erreichen des Jahreshochs bei knapp 100 Euro ging es für die Vorzugsaktie von Drägerwerk wieder um über 10 Prozent nach unten. Börsianer sprechen hier von einer Korrektur. Die Veröffentlichung der Q1-Zahlen Ende April sorgte nur kurz für eine Atempause. Das Papier ist in die Seitwärtsrange zwischen 84 und 90 Euro vom ersten Quartal 2026 zurückgekehrt.
Unveränderte Ziele nach Q1
Es scheint, als wäre die Luft erst einmal raus aus der Aktie. Das wiederum ist weniger auf die Zahlen im Startquartal zurückzuführen, sondern vielmehr auf den Ausblick für 2026. So soll der Umsatz um 1,0 bis 5,0 Prozent (währungsbereinigt: 2,0 bis 6,0 Prozent) wachsen und die EBIT-Marge 5,0 bis 7,5 Prozent betragen. Erreicht Drägerwerk die Ziele in der Mitte der Range, dann dürfen Investoren im Gesamtjahr mit einem Umsatz von knapp 3,6 Mrd. Euro und einem EBIT von rund 224 Mio. Euro rechnen.
Ausblick lässt unterschiedliche Interpretationen zu
Zugegeben: Das ist nicht der Stoff, aus dem die Träume sind. Beim EBIT würde dies nämlich auf einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert von gut 233 Mio. Euro hinauslaufen. Schafft Drägerwerk jedoch die oberen Leitlinien der Prognose, könnte das EBIT auf über 274 Mio. Euro klettern. Das wäre immerhin ein Sprung um fast 18 Prozent.
Fazit
Für den weiteren Kursverlauf wird es entscheidend sein, ob Anleger dem Unternehmen eine Zielerreichung am oberen Ende der Range zutrauen. Dafür ist das Q1 allerdings kein guter Indikator. Die EBIT-Marge lag bei 2,4 Prozent, nach 0,1 Prozent 2025 und 2,0 Prozent 2024. Das zeigt, dass es im Startquartal bei den Lübeckern immer ein bisschen gemächlicher vorangeht. Fundamental könnte das Unternehmen zwischen 7,50 und 8,00 Euro je Aktie verdienen, was in der Mitte der Range und bei Kursen von rund 89 Euro ein KGV von gut 11 bedeutet. Das ist nicht zu teuer. Technisch dürfte durch den Rückfall in die Range bei 84 bis 90 Euro aber zunächst mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen sein.
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Erstellung am 05.05.26 um 13:04 Uhr.
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