DWS setzt im zweiten Halbjahr auf Nachhaltigkeit und Asien


FRANKFURT (dpa-AFX) - Der DWS zufolge sind auch in den nächsten Monaten die Covid-19-Pandemie und die Impf-Fortschritte die zentralen Themen für die Kapitalmärkte. Mit dem Virus umgehen lernen sei die neue Normalität, sagte der Chefanlagestratege der DWS, Stefan Kreuzkamp, am Montag anlässlich des Halbjahres-Ausblicks der Fondsgesellschaft. Die DWS rechnet bis Ende 2021 mit einem schnellen Wiederhochfahren aller Bereiche der Wirtschaft.

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So rechnet die Fondstochter der Deutschen Bank in Europa für 2021 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent, für die USA prognostizieren die Experten 6,7 Prozent. Europa hinke beim Impfen hinterher, so ihre Begründung für die im Vergleich etwas schwächere Prognose für den alten Kontinent. Die Schwellenländer werden laut DWS in diesem Jahr um 6,2 Prozent wachsen, wobei die stärkste Erholung in den asiatischen Emerging Markets stattfinde. Ungeachtet einiger Pandemie-Rückschläge in Teilen Südostasiens komme diese Region mit der Krise am besten zurecht, hieß es.

Inflationsdruck sei im Zuge der erwarteten Wirtschaftserholung nach der scharfen Rezession nicht überraschend, so die Experten weiter. Er dürfte 2021 den Höhepunkt erreichen, bedingt beispielsweise durch den kräftigen Ölpreisanstieg. 2022/23 dürfte der Inflationsdruck dann etwas nachlassen. Die Notenbanken der Eurozone (EZB) und der USA (Fed) würden dies tolerieren. Bis 2023 dürften weder die EZB noch die Fed die Leitzinsen anheben, erwartet Anlagestratege Kreuzkamp.

Die noch länger tief bleibenden Zinsen seien einer der Top-Trends für die Finanzmärkte. Zu den weiteren zählten die Chancen in den asiatischen Schwellenländern. Hier rechnen die DWS-Experten in den nächsten zwölf Monaten mit dem stärksten Gewinnwachstum je Aktie. Sowie das Thema der Nachhaltigkeit angesichts einer weltweit inzwischen forcierten Klimapolitik.

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In China sehen die Anlageprofis gute Investment-Chancen, aber auch in Südkorea, etwa im Halbleitersektor. Dass die US-chinesischen Handelsspannungen bald beendet sein werden, glauben die Experten nicht. Für China sehen sie hierin aber keinen Nachtteil, vielmehr dürfte sich dadurch die Innovationskraft im Reich der Mitte beschleunigen.

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