Elmos Semiconductor: Neue Kapazitäten, neue Kurschance?
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Elmos Semiconductor hat sich in einem angespannten Marktumfeld zusätzliche Fertigungskapazitäten in Dortmund gesichert. Charttechnisch steht die Aktie nach ihrer Korrektur nun vor einer Widerstandszone, an der sich die weitere Richtung entscheiden dürfte.
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Für einen Chipentwickler ohne eigene Fertigung ist Liefersicherheit ein Hauptthema. Elmos Semiconductor hat nun die Liefervereinbarung für die Waferfertigung in Dortmund erweitert und kann dort bis mindestens 2028 auf deutlich höhere Kapazitäten zugreifen. Das Werk gehört Elmos seit Ende 2024 nicht mehr: Mit dem Verkauf an Littelfuse schloss Elmos den Umstieg zum Fabless-Unternehmen ab, die Transaktion hatte einen Nettokaufpreis von rund 93 Mio. Euro und wurde durch eine langfristige Liefervereinbarung ergänzt.
Warum Kapazität derzeit knapp ist
Elmos begründet den Schritt mit dem aktuellen Allokationsumfeld. Gemeint ist eine Marktlage, in der die Nachfrage die verfügbaren Fertigungskapazitäten übersteigt und Produzenten die Mengen unter ihren Kunden aufteilen. Elmos konkurriert damit zunehmend mit Abnehmern aus ganz anderen Branchen um dieselben Produktionslinien. Die Dortmunder Kapazitäten ergänzen die Verträge mit den übrigen Foundry-Partnern, die modernere Fertigungstechnologien liefern, während Dortmund für etablierte Prozesse steht.
Konkrete Zahlen nennt Elmos nicht. Weder Mengen noch Preise oder Kosten der erweiterten Vereinbarung sind bekannt, die Auswirkungen auf Umsatz und Marge lassen sich daher nicht beziffern. So ist das Wichtigste, dass sich das Risiko verringert, dass Kundenaufträge mangels Wafern nicht bedient werden können.
Charttechnik: Die Korrektur verliert an Schwung
Von Herbst 2025 bis Anfang Mai hatte sich die Elmos-Aktie mehr als verdoppelt und in der Spitze über 200 Euro erreicht. Danach setzte eine Korrektur ein, die den Kurs bis Ende August, Anfang September auf rund 130 Euro drückte. In den vergangenen Tagen setzte ein erneuter Erholungsversuch ein.
Unmittelbar über dem aktuellen Kurs liegt eine dichte Widerstandszone: Der 50-Tage-Durchschnitt bei 145,3 Euro, der 200-Tage-Durchschnitt bei 145,5 Euro und das obere Bollinger-Band bei 146,1 Euro. Dabei hat der fallende 50-Tage-Durchschnitt den steigenden 200-Tage-Durchschnitt soeben hauchdünn unterschritten, ein klassisches Warnsignal, das angesichts des minimalen Abstands aber noch wenig Aussagekraft hat. Der 100-Tage-Durchschnitt bei 162 Euro zeigt weiter nach unten.
Kurzfristige Erholung möglich
Die Indikatoren sprechen für eine erste Erholung, aber noch nicht für eine Trendwende. Der MACD hat seine Signallinie Anfang September von unten geschnitten, beide Linien verlaufen jedoch weiterhin unter der Nulllinie. Der RSI liegt nach Werten nahe 30 im August nun bei neutralen 52,6 und damit über seinem Durchschnitt, das Momentum ist positiv.
Gelingt ein nachhaltiger Schlusskurs über 146 Euro, wäre der Weg technisch gesehen Richtung 162 Euro frei. Scheitert die Aktie an der Widerstandszone, rückt zunächst die Bandmitte bei den Bollinger-Bändern bei 137 Euro in den Blick, darunter die Tiefs um 130 Euro. Anleger sollten entsprechend noch zurückhaltend bleiben.
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Erstellung am 18.09.26 um 12:30 Uhr.
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