EU will Preissprünge beim Tanken und Heizen vermeiden

11.06.26 08:30 Uhr

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Um Preissprünge beim Tanken und Heizen für Verbraucher künftig zu vermeiden, will die EU in das Treibhausgas-Handelssystem eingreifen und damit Klimaschutzregeln anfassen. Konkret einigten sich Unterhändler von EU-Staaten und dem Europaparlament darauf, eine Reserve für Emissionszertifikate länger beizubehalten und bei starken Preissteigerungen mehr daraus auf den Markt bringen zu können. Das teilten beide mit. Solche Zertifikate müssen bestimmte Unternehmen für den Ausstoß klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid (CO2) erwerben.

Zentrales Klimaschutzinstrument der EU

Das EU-Treibhausgashandelssystem (Emission Trading System, ETS) ist ein wichtiges Klimaschutzinstrument der Europäischen Union. Es wurde 2005 eingerichtet, um Treibhausgasemissionen zu verringern. Das soll besonders in energieintensiven Sektoren als Anreiz dienen, Treibhausgase einzusparen. Ab 2028 werden auch Brennstoffe wie Benzin und Erdgas in das EU-System einbezogen. Der Preis der Zertifikate beeinflusst dann indirekt die Kosten für Heizöl, Erdgas, Diesel oder Benzin. Bislang gilt das System vor allem für Stromerzeugung und Industrie.

Nicht genutzte Zertifikate werden in der sogenannten Marktstabilitätsreserve (MSR) gehalten. Wenn zu viele im Markt sind, werden einige in die Reserve verschoben. Wenn zu wenige Zertifikate da sind oder der Preis stark steigt, gibt die Reserve zusätzliche Zertifikate frei.

Zertifikate länger als geplant gültig

Der Einigung zufolge sollen künftig mehr Zertifikate freigegeben werden, sobald der Preis über 45 Euro pro Tonne CO2 steigt. Ursprünglich war zudem geplant, die Reserve nicht dauerhaft zu erhalten, Zertifikate sollten Ende 2030 verfallen. Nun soll sie auch danach noch erhalten bleiben, um Preisschwankungen zu vermeiden.

In Deutschland gilt neben dem EU-System für Industrie und Strom bereits der nationale Emissionshandel für alle Gebäude und Verkehr. Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese sagte, der Start des europäischen Systems auch für Verkehr und Gebäude habe in Deutschland zunächst eine dämpfende Wirkung auf den CO2-Preis./rdz/DP/stw

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Nachrichten zu Shell (ex Royal Dutch Shell)

Analysen zu Shell (ex Royal Dutch Shell)

DatumRatingAnalyst
16.06.2026Shell (ex Royal Dutch Shell) NeutralUBS AG
10.06.2026Shell (ex Royal Dutch Shell) OverweightJP Morgan Chase & Co.
22.05.2026Shell (ex Royal Dutch Shell) OverweightJP Morgan Chase & Co.
21.05.2026Shell (ex Royal Dutch Shell) BuyJefferies & Company Inc.
12.05.2026Shell (ex Royal Dutch Shell) BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
DatumRatingAnalyst
10.06.2026Shell (ex Royal Dutch Shell) OverweightJP Morgan Chase & Co.
22.05.2026Shell (ex Royal Dutch Shell) OverweightJP Morgan Chase & Co.
21.05.2026Shell (ex Royal Dutch Shell) BuyJefferies & Company Inc.
12.05.2026Shell (ex Royal Dutch Shell) BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.05.2026Shell (ex Royal Dutch Shell) BuyGoldman Sachs Group Inc.
DatumRatingAnalyst
26.08.2020Shell (Royal Dutch Shell) (A) UnderweightBarclays Capital
29.11.2017Shell B SellCitigroup Corp.
29.11.2017Shell (Royal Dutch Shell) (A) SellCitigroup Corp.
29.11.2017Shell B SellCitigroup Corp.
30.01.2015Royal Dutch Shell Grou b SellS&P Capital IQ

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