Euroraum-Leistungsbilanzüberschuss sinkt im Juli etwas
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Leistungsbilanzüberschuss des Euroraums ist im Juli wegen eines untypischerweise negativen Saldos in der Einkommensbilanz etwas gesunken. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) wies die Leistungsbilanz saisonbereinigt einen positiven Saldo von 17 (Juni: 21) Milliarden Euro auf. Der Handelsbilanzüberschuss erhöhte sich auf 30 (25) Milliarden Euro, wobei die Exporte auf 183 (171) Milliarden Euro stiegen und die Importe auf 153 (146) Milliarden Euro. Der Saldo der Dienstleistungsbilanz war mit 5 (4) Milliarden Euro positiv.
Negativ waren dagegen die Salden der Primär- und Sekundäreinkommen. Bei den Primäreinkommen ergab sich ein Minus von 6 (plus 2) Milliarden Euro. Bei den Sekundäreinkommen fiel das Defizit mit 11 (10) Milliarden Euro marginal höher als im Juni aus.
Der Saldo der Kapitalbilanz war in den zwölf Monaten bis Juli 2020 mit 226 Milliarden Euro positiv. In den zwölf Monaten bis Juli 2019 waren es 324 Milliarden gewesen. Bei den Direktinvestitionen ergaben sich in diesem Zeitraum Nettokapitalexporte von 11 (Nettoimport von 49) Milliarden Euro und bei den Portfolioinvestitionen Nettokapitalexporte von 82 (Nettoimport von 28) Milliarden Euro.
Über Aktien flossen netto 231 (142) Milliarden Euro zu, über Anleihen dagegen 313 (114) Milliarden Euro ab.