Evonik gründet Service-Tochter 'Syneqt' - später Verkauf möglich


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MARL/WESSELING (dpa-AFX) - Der Chemiekonzern Evonik fasst sein Servicegeschäft in den Chemieparks Marl und Wesseling ab 2026 in einer eigenen Tochtergesellschaft namens Syneqt zusammen. Das neue Unternehmen mit rund 3.500 Beschäftigten und 1,8 Milliarden Euro Umsatz werde einer der bundesweit größten Anbieter für Industrie-Services, teilte Evonik in Essen mit. Perspektivisch könnte Syneqt dann auch verkauft werden. Damit würde es Evonik den Konzernen Bayer und Lanxess gleich tun, die den Chemiepark-Betreiber Currenta vor wenigen Jahren veräußert hatten.

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Zum Servicegeschäft zählt Evonik unter anderem die Strom- und Dampferzeugung in vier Gas- und Dampfkraftwerken, den Betrieb von Pipelines und die Werksfeuerwehr. In Marl arbeiten in diesen Bereichen rund 3.000 Menschen, in Wesseling sind es rund 500. Konzernweit beschäftigte der Konzern Ende Juni knapp 31.300 Menschen.

Die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten änderten sich grundsätzlich nicht, betonte Evonik. Hierzu seien entsprechende Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretern geschlossen worden. Sitz des neuen Unternehmens ist Marl.

Evonik sei bislang Betreiber und zugleich Nutzer der Chemieparks in Marl und Wesseling, hieß es. Künftig will sich der Konzern stärker auf das Kerngeschäft Chemieproduktion konzentrieren. Bereits vor zwei Jahren hatte Evonik angekündigt, seine Infrastruktur-Aktivitäten bis Ende 2025 eigenständig aufzustellen.

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Syneqt will weitere Kunden außerhalb von Evonik gewinnen

Die in Syneqt gebündelten Bereiche bedienten schon heute neben Evonik rund zwei Dutzend Unternehmen mit Services, hieß es. Man verfüge über ein branchenführendes Energie-, Stoff- und Datenverbundsystem und ein sehr hohes Sicherheits-Niveau, betonte der Sprecher der Syneqt-Geschäftsführung, Thomas Basten. "Dieses Angebot wollen wir künftig mit gezielten Investitionen, zum Beispiel in digitale Services, weiter ausbauen und damit auch für Kunden außerhalb der Werksgelände noch attraktiver werden."

Syneqt gehört zu 100 Prozent Evonik. Ob das so bleibt, ist offen: "Perspektivisch ist der Einstieg von Investoren in verschiedenen Größenordnungen möglich, um weitere Wachstumsmittel für das Geschäft zu erschließen", teilte Evonik mit. Optionen dieser Art würden aber noch geprüft./tob/DP/mis

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Datum Rating Analyst
11.09.26 Evonik Underweight JP Morgan Chase & Co.
21.08.26 Evonik Underweight JP Morgan Chase & Co.
12.08.26 Evonik Neutral Goldman Sachs Group Inc.
10.08.26 Evonik Hold Deutsche Bank AG
10.08.26 Evonik Sell Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

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