EZB: Unternehmen erwarten höhere Absatzpreise


Von Hans Bentzien

DOW JONES--Die Unternehmen im Euroraums rechnen nach Erkenntnissen der Europäischen Zentralbank (EZB) für die nächsten zwölf Monaten mit einem deutlichen Anstieg ihrer Kosten, die sie aber nicht vollständig an ihre Kunden weitergeben dürften. Wie die EZB mitteilte, gaben die Firmen in der jüngsten Umfrage zum Finanzierungszugang an, mit einem Anstieg von Energie- und sonstigen Kosten um 5,8 Prozent zu rechnen. Der Umfragezeitraum reichte vom 19. Februar bis 1. April. In der vorherigen Umfrage waren es 3,6 Prozent gewesen. Ihre Absatzpreise wollen die Unternehmen demnach um 3,5 (zuvor: 2,9) Prozent steigern. Zugleich sank die Prognose für den erwarteten Lohnanstieg auf 2,8 (3,1) Prozent.

Werbung

Nach Angaben der EZB hatten Unternehmen, deren Antworten nach dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar eingingen, höhere Kosten- und Preiserwartungen. "Bemerkenswerterweise blieben die Erwartungen für das Lohn- und Beschäftigungswachstum während des gesamten Umfragezeitraums weitgehend stabil", heißt es weiter.

Die Inflationserwartung der Unternehmen auf Sicht von zwölf Monaten stieg auf 3,0 (2,6) Prozent. Die Inflationserwartung auf Sicht von drei und fünf Jahren blieb unverändert bei 3,0 Prozent. Aufwärtsrisiken für ihre fünfjährige Inflationsprognose sahen 65 (56) Prozent der Unternehmen.

Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/apo

(END) Dow Jones Newswires

April 27, 2026 04:00 ET (08:00 GMT)

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.