Finnland hält Vorschlag zu EU-Wiederaufbauprogramm für unzureichend


HELSINKI (dpa-AFX) - Finnland hält das geplante EU-Wiederaufbauprogramm zur Bewältigung der Corona-Krise in seiner jetzigen Form für unzureichend. Es müssten mehrere Änderungen an dem Vorschlag der EU-Kommission vorgenommen werden, ehe man das Paket akzeptieren könne, teilte die finnische Regierung am Donnerstag mit. Die Zuschüsse sollten verringert und die Summe der Kredite erhöht werden. Insgesamt solle der Umfang verringert werden und die Rückzahlungsfrist kürzer sein als die vorgeschlagenen 30 Jahre. Man sei aber offen dafür, weiter und innerhalb des Zeitrahmens an dem Vorschlag zu arbeiten, heißt es in einer Regierungsmitteilung.

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EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte vergangene Woche nach einem Vorstoß von Deutschland und Frankreich ein schuldenfinanziertes Programm zur wirtschaftlichen Erholung Europas im Umfang von 750 Milliarden Euro vorgeschlagen. Davon sollen 500 Milliarden Euro als Zuschüsse und 250 Milliarden Euro als Kredite an EU-Staaten vergeben werden.

Österreich, die Niederlande, Dänemark und Schweden - genannt die "sparsamen Vier" - haben Einspruch eingelegt. Sie sind gegen das Prinzip, als Kredit aufgenommenes Geld als Zuschüsse weiterzugeben. Das bedeutet nämlich, dass die Schulden gemeinsam getilgt werden müssen. Die 27 EU-Mitgliedstaaten wollen auf einem Gipfel in zwei Wochen über den Vorschlag der EU-Kommission diskutieren./trs/DP/stw

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