Frankreich fordert längere Waffenpause für Mariupol
PARIS (dpa-AFX) - Frankreich hat für die eingekesselte ukrainische Stadt Mariupol einen längeren Waffenstillstand gefordert, damit humanitäre Hilfe geleistet werden kann. Die von Russland zugesagten wenigen Stunden Feuerpause reichten für eine Evakuierung nicht aus, hieß es am Donnerstag aus dem Amtssitz von Präsident Emmanuel Macron. Frankreich bestehe darauf, dass die Bedingungen des humanitären Völkerrechts eingehalten werden und die Sicherheit der beteiligten internationalen Organisationen gewährleistet werde.
In einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin hatte Marcon am Dienstag auf eine humanitäre Hilfsaktion für die seit Anfang März von russischen Truppen eingeschlossene Stadt gepocht. Am Donnerstag schickte die ukrainische Regierung 45 Busse nach Mariupol, um Menschen herauszuholen. Ob dies gelang, war zunächst unklar. Ukrainischen Angaben zufolge sollen sich noch mehr als 100 000 Einwohner in der schwer zerstörten Stadt befinden. Vor dem Krieg lebten dort knapp 440 000 Menschen.
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