Frankreich: Inflation zieht unerwartet deutlich an - Preisschub bei Energie


PARIS (dpa-AFX) - Angesichts des Ölpreisschubs im Zuge des Iran-Kriegs hat sich die Inflation in Frankreich stärker als erwartet beschleunigt. Im April legten die für europäische Vergleichszwecke berechneten Verbraucherpreise (HVPI) im Jahresvergleich um 2,5 Prozent zu, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris nach einer ersten Schätzung mitteilte. Damit liegt die Teuerung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone deutlich über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die für den gesamten Euroraum eine Inflation von mittelfristig zwei Prozent anstrebt.

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Analysten hatten im Schnitt mit einem weniger deutlichen Anstieg von 2,0 Prozent im März auf 2,3 Prozent gerechnet. Im Februar hatte die Inflation noch bei 1,1 Prozent gelegen und im Januar gar nur bei 0,4 Prozent.

Angetrieben wurde die Teuerung im April erneut durch einen kräftigen Anstieg der Preise für Energie; insbesondere die Preise für Erdölprodukte zogen stark an. Im Dienstleistungsbereich legte die Inflation etwas zu, blieb aber unter der Zwei-Prozent-Marke.

Wie das Statistikamt weiter mitteilte, stiegen die französischen Verbraucherpreise im April im Monatsvergleich um 1,2 Prozent. Damit hat sich der Preisauftrieb überraschend etwas beschleunigt; hier hatten Analysten einen leichten Rückgang der Teuerung auf 1,0 Prozent erwartet./la/jkr/jha/

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