Friedrich Vorwerk: Deshalb könnte es jetzt gefährlich werden
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.

Die Aktie von Friedrich Vorwerk befindet sich trotz eines Zwischenspurts in einem Abwärtstrend. Anleger sollten jetzt wachsam sein.
Der Netzbetreiber Tennet jubelt: Der erste Abschnitt der Stromtrasse Suedlink ist offiziell fertig gestellt. Das 37 km lange Teilstück, an dem Vorwerk als Hauptauftragnehmer maßgeblich beteiligt war, ist der erste reine Erdkabelabschnitt und soll vor allem Strom aus dem Norden Niedersachsens zu den Industriestandorten bringen. Ob dies dann tatsächlich Stromkunden entlastet, wie Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer hofft, muss sich allerdings erst noch zeigen.
Spezialist bei Erdverlegung
Was hingegen sicher ist: Vorwerk beherrscht die mitunter komplexen unterirdischen Verlegungen. Sollte die Bundesregierung an ihrem Vorhaben der Erdverlegung beim Energietransport festhalten, dürften Vorwerk weitere Aufträge sicher sein. Doch genau hier gibt es viele Fragezeichen, da aus Kostengründen wieder verstärkt Freileitungen zum Einsatz kommen sollen. Für die Vorwerk-Aktie ging es 2026 aufgrund dieser schwer kalkulierbaren Geschäftsaussichten kräftig abwärts.
Abwärtstrend im Chart
Besonders von Anfang Mai bis Anfang Juni musste das Papier Federn lassen. Erst die Unterstützung aus dem Sommer 2025 bei rund 57 Euro bot einen Halt. Der sich anschließende Zwischenspurt um fast 25 Prozent auf über 70 Euro könnte sich jedoch nur als Kurs-Kosmetik entpuppen. Denn seit Jahresanfang bewegt sich das Papier in einem kurzfristigen Trendkanal abwärts. Bestätigt sich der jüngste Wendepunkt, ist hier – mit etwas Fantasie – eine Bullenflagge zu erkennen. Sinkende Hochpunkte auf der Oberseite der Trendlinie werden von sinkenden Tiefpunkten auf der Unterseite begleitet.
Fazit
Der seit Januar intakte Abwärtstrend könnte das Papier wieder in die Region um 57 Euro drücken. Hier dürfte sich dann entscheiden, ob die Unterstützung hält oder ob sich der Abwärtstrend weiter fortsetzt. Neben der angeschlagenen Technik dürfte auch von fundamentaler Seite wenig Hilfe kommen: Bei den Gewinnschätzungen auf Basis aktueller Kurse von 67 Euro errechnet sich ein KGV von knapp 15. Das dürfte bei den momentan unklaren Wachstumsaussichten eher bremsend als belebend wirken. Am 13. August stehen die Halbjahreszahlen auf der Agenda. Das Management ist dann gefordert, Zweifel am Geschäftswachstum zu entkräften.
Von großen Fortschritten konnte hingegen jüngst das Biotech-Unternehmen Pentixapharm berichten, das den nächsten Meilenstein auf dem Weg zur Zulassung eines Mittels mit Milliardenpotential erreicht hat: zum Artikel
Nicht ganz so spektakulär, aber dennoch vielversprechend sind die Pläne der BENO Holding AG, bei der sich eine spannende Wachstumsstory abzeichnet: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.483 Prozent oder 14,1 Prozent p.a. (Stand: 27.06.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 02.07.26 um 9:22 Uhr.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel