Fuchs: Das ist jetzt kurzfristig drin


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Fuchs: Das ist jetzt kurzfristig drin

Am Jahreshoch war für die Vorzugsaktie von Fuchs zunächst Schluss. Die starken Vorab-Zahlen für das erste Halbjahr 2026 haben Anlegern zwar Appetit gemacht, noch fehlt aber die Dynamik.

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Der Schmierstoffhersteller Fuchs hebt nach einem stärker als erwartet ausgefallenen zweiten Geschäftsquartal die EBIT-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 an. Auf Basis der jüngsten Entwicklungen soll das EBIT nun in einer Range zwischen 460 und 480 Mio. Euro liegen. Die Umsatzprognose bleibt unterdessen unverändert. Hier kalkuliert das Unternehmen mit Erlösen, die den Vorjahresumsatz von 3,7 Mrd. Euro deutlich übersteigen.

Optimismus ja, Euphorie nein

Im ersten Halbjahr 2026 lag der Umsatz auf Basis vorläufiger Zahlen bei gut 2 Mrd. Euro. Das EBIT verbesserte sich deutlich auf 250 Mio. Euro (HJ 2025: 209 Mio. Euro). Das Unternehmen verweist in diesem Zusammenhang aber auch darauf, dass im Vorjahr das Ergebnis im Q2 unter den Zolldiskussionen litt und nur 101 Mio. Euro erreichte. Auch was die Erwartungen für die zweite Jahreshälfte betrifft, drückt das Unternehmen etwas auf die Euphorie-Bremse.

Vorzieheffekte im Q2

Demnach soll das hohe Umsatz- und Ergebniswachstum im zweiten Quartal 2026 neben dem organischen Wachstum auch von Vorzieheffekten durch den Konflikt im Nahen Osten und von der eingeschränkten Lieferfähigkeit einzelner Wettbewerber geprägt gewesen sein. Wenngleich das Unternehmen für das zweite Halbjahr inflationsbedingt mit einer Fortsetzung des Umsatzwachstums gegenüber dem Vorjahr rechnet, könnten die Vorzieheffekte des zweiten Quartals wiederum absatzmindernd wirken.

Fazit

Trotz der Zielanhebung bleibt Fuchs in der Tonalität insgesamt eher vorsichtig. Nach der Zielrevision im Juli des Vorjahres ist das Management bestrebt, keine unerfüllbaren Erwartungen zu schüren. Das spricht für die Integrität von Fuchs. Integrität und Qualität haben wiederum ihren Preis: Auf Basis eines Aktienkurses der Vorzugsaktie von rund 40 Euro ist das Papier mit einem KGV von gut 16 gepreist. Technisch marschierte das Papier zuletzt an der 38-Tage-Linie aufwärts, wobei die Dynamik nach der Zahlenbekanntgabe zunächst zulegte, zuletzt aber wieder verflachte. Das Jahreshoch bei gut 41 Euro steht dem Papier noch im Weg, um weiter bis auf 42,50/43 Euro zu klettern.

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Erstellung am 27.07.26 um 10:18 Uhr.

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