Geringere Treibstoffkosten

Lufthansa-Aktie schwächer: Analyst sieht bei Ebit-Prognose Luft nach oben - aber Kursziel bleibt tief


Lufthansa-Aktie schwächer: Analyst sieht bei Ebit-Prognose Luft nach oben - aber Kursziel bleibt tief

Ein JPMorgan-Experte sieht in einer aktuellen Analyse positive Signale für den Kranich-Konzern, bleibt bei seinem Kursziel jedoch vorsichtig.

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• JPMorgan bleibt bei Lufthansa "Neutral" mit Kursziel 7,50 Euro
• Sinkende Treibstoffkosten dürften entlasten
• Chance auf höhere Ebit-Prognose

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Die Lufthansa-Aktie bleibt nach Einschätzung der US-Investmentbank JPMorgan auf einem stabilen Kurs. Analyst Harry J Gowers hat die Bewertung der Aktie in einer aktuellen Analyse mit "Neutral" bestätigt und das Kursziel bei 7,50 Euro belassen.
Damit sieht er für die Lufthansa-Aktie allerdings keinen Spielraum nach oben sondern eher das Potenzial für einen weiteren Kursrückgang, denn das Papier stand im Freitagshandel auf XETRA letztlich bei 9,06 Euro (-1,16 Prozent).

Doch trotz des niedrigen Kursziels sieht der JPMorgan-Experte Faktoren, die dem deutschen Airline-Konzern zusätzlichen Spielraum bei seiner Ergebnisentwicklung verschaffen könnten.

Analyst: Ergebnisprognose womöglich zu tief

Auslöser für die optimistischere Einschätzung der operativen Perspektiven sind vor allem die gesunkenen Treibstoffkosten. Wie Gowers laut "dpa-AFX" in seiner Analyse schrieb, lägen die aktuellen Aufwendungen für Kerosin unter den Annahmen, die die Lufthansa bei der Kalkulation für das laufende Jahr veranschlagt habe. Die niedrigere Kostenbasis könnte sich somit positiv auf die Profitabilität des Konzerns auswirken.

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Im Ergebnisbericht zum ersten Quartal 2026 hatte die Lufthansa für das laufende Jahr Mehrkosten von rund 1,7 Milliarden Euro durch gestiegene Kerosinpreise beziffert, kalkuliert auf Basis der damaligen Kriegspreise. Finanzvorstand Till Streichert hatte erklärt, der Jahresgewinn werde voraussichtlich geringer ausfallen als ursprünglich geplant. Rund 80 Prozent des Kerosinbedarfs für 2026 sind laut Konzernangaben zu Vorkrisenpreisen abgesichert, was die tatsächliche Kostenbelastung bislang begrenzte. Der nun - in Folge des diese Woche besiegelten Abkommens zwischen den USA und dem Iran - gefallene Ölpreis dürfte für weitere Entlastung sorgen.

Nach Einschätzung des Analysten blieben zudem auch die Preistrends im Luftverkehr weiterhin robust. Damit deutet sich eine Kombination aus vergleichsweise stabilen Erlösen und geringer als erwarteten Belastungen durch Treibstoffkosten an - ein Umfeld, das der Lufthansa helfen könnte, ihre operative Leistung weiter zu verbessern. Gowers sieht daher Anzeichen dafür, dass die bisherige Prognose des Konzerns für das operative Ergebnis (Ebit) im laufenden Geschäftsjahr noch Spielraum nach oben bieten könnte.

Die Zurückhaltung bei der Bewertung zeigt allerdings, dass JPMorgan trotz der positiven operativen Signale noch keinen grundlegenden Bewertungswechsel vollzieht. Das Kursziel von 7,50 Euro bleibt unverändert und spiegelt eine abwartende Haltung gegenüber der Aktie wider.

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Carolin Ludwig, Claudia Stephan, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Sean Gallup/Getty Images, DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images

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DatumRatingAnalyst
07.07.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
06.07.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
03.07.26 Lufthansa Buy UBS AG
02.07.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
29.06.26 Lufthansa Neutral JP Morgan Chase & Co.