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Flugverkehr-Einbruch bringt Buchungssystem-Anbieter Amadeus IT in rote Zahlen


Flugverkehr-Einbruch bringt Buchungssystem-Anbieter Amadeus IT in rote Zahlen

Der weitgehende Zusammenbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat dem Buchungssystem-Anbieter Amadeus IT im ersten Halbjahr rote Zahlen eingebrockt.

Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 197 Millionen Euro, wie Amadeus IT am Freitag in Madrid mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Amadeus noch rund 594 Millionen Euro verdient. Amadeus-Chef Luis Maroto versucht nun das Geld zusammenzuhalten. Derzeit verfüge der Konzern über eine Liquidität von 4 Milliarden Euro, hieß es in der Mitteilung.

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Im zweiten Quartal wurden in den Amadeus-Systemen mehr Stornierungen als Buchungen durchgeführt. Obwohl der weltweite Flugverkehr erst im März richtig zusammenbrach, stand bei den Flugbuchungen im ersten Halbjahr damit ein Rückgang um fast 79 Prozent zu Buche. Die Zahl der Fluggäste, die ihren Flug antraten, sackte im zweiten Quartal um 94 Prozent ab. Im gesamten ersten Halbjahr belief sich der Rückgang auf 56 Prozent.

Die Entwicklung schlug auf den Umsatz von Amadeus durch, der in den ersten sechs Monaten um mehr als die Hälfte auf 1,3 Milliarden Euro einbrach. Analysten hatten jedoch mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Der Kurs der Amadeus-Aktie legte an der Börse in Madrid am Morgen um 1,8 Prozent zu. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier damit immer noch rund 40 Prozent eingebüßt.

MADRID (dpa-AFX)

Bildquellen: create jobs 51 / Shutterstock

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