Grenke-Gründer weist Kritik am Franchise-System zurück
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FRANKFURT (Dow Jones)--Grenke-Gründer und -Großaktionär Wolfgang Grenke hat das von dem Short-Seller Viceroy Research kritisierte Franchisesystem des MDAX-Konzerns verteidigt. "Das Franchisesystem ist einer der Erfolgsfaktoren der Grenke AG und einer der wesentlichen Treiber für die Expansion der letzten 10 Jahre wie auch für unser künftiges Wachstum", wird Wolfgang Grenke, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist, in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert.
In seinen Anfang der Woche veröffentlichten Anschuldigungen gegen Grenke moniert Viceroy, hinter dem der britische Investor Fraser Parring steht, unter anderem die "intransparente" Praxis von Grenke, Franchisenehmer zu übernehmen. Er geht dabei auf die CTP-Handels- und Beteiligungs GmbH ein, die von Grenke-Insidern kontrolliert werde. "Über diese Struktur scheint Grenke im vergangenen Jahrzehnt Millionen an CTP gezahlt zu haben", so Viceroy.
"Herr Grenke selbst hat keine Zahlungen von der CTP oder den Unternehmen der verbundenen Strukturen erhalten", heißt es in der Replik der Grenke AG. Die mittelbare Übernahme der CTP durch Wolfgang Grenke im Januar 2020 sei seit Beginn der Vertragsverhandlungen transparent behandelt worden.
Vor der Übernahme seien weder die Grenke AG noch Wolfgang Grenke selbst an der CTP oder der mit ihr verbundenen Strukturen beteiligt gewesen. Sie hätten sie auch nicht kontrolliert oder vertreten. Mit der Übernahme der CTP habe Wolfgang Grenke auch Organfunktionen offenkundig übernommen, was dem Vorwurf gelebter Intransparenz zuwiderlaufe.
Das Franchisesystem betreibt Grenke seit 2003. "Franchisenehmern wird hierüber ermöglicht, in einem neuen Markt einen Geschäftsbetrieb für Leasing und Factoring aufzubauen", teilte das Unternehmen mit.
Am Freitag wollen sich die Vorstandschefin, ein weiteres Vorstandsmitglied sowie der Aufsichtsratschef und Wolfgang Grenke selbst in einer Analystenkonferenz detaillierter zu den Vorwürfen gegen den Konzern äußern. Dabei geht es um den Vorwurf des Betrugs, der Bilanzfälschung und der Geldwäsche sowie um Kritik am Geschäftsmodell und der Governance. Vorstand und Aufsichtsrat sehen alle diese Vorwürfe weiterhin als unbegründet an, wie Grenke am Vormittag mitgeteilt hatte.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/mgo/kla
(END) Dow Jones Newswires
September 17, 2020 12:06 ET (16:06 GMT)
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