GameStop-Aktie erhält den nächsten Schub: CEO Cohen kauft erneut zu - das sollten Anleger wissen
GameStop-CEO Ryan Cohen und Direktor Alain Attal haben erneut Aktien des Videospielhändlers gekauft. Für Anleger rücken damit auch die eBay-Ambitionen wieder in den Fokus.
Werte in diesem Artikel
- Ryan Cohen erhöht seinen Aktienbestand erneut deutlich
- Auch Direktor Alain Attal greift am gleichen Tag zu
- Cluster-Käufe reichen bis ins Jahr 2023 zurück
GameStop-CEO Ryan Cohen hat am Montag erneut Aktien des Videospielhändlers gekauft, für rund 26,4 Millionen US-Dollar. Es ist bereits sein zweiter Millionenkauf innerhalb von elf Tagen. Zeitgleich meldete auch Vorstandsmitglied Alain Attal einen Aktienkauf.
Cohens zweiter Millionenkauf binnen elf Tagen
Ryan Cohen, President, CEO und Chairman des Videospielhändlers GameStop, erwarb gestern über den offenen Markt 1.150.680 Class-A-Stammaktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 22,9375 US-Dollar, wie aus einer SEC-Meldung hervorgeht. Die Einzeltransaktionen bewegten sich zwischen 22,76 und 23,02 US-Dollar, der Gesamtwert des Kaufs belief sich auf rund 26,4 Millionen US-Dollar. Nach dem Kauf hält Cohen direkt 40.498.522 Aktien. Die Transaktion trug keine Rule-10b5-1-Kennzeichnung, war also nicht Teil eines vorab festgelegten Handelsplans.
Bereits am 10. September hatte Cohen eine Million Class-A-Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 20,3759 US-Dollar erworben, für rund 20,4 Millionen US-Dollar. Danach hielt er direkt rund 39,3 Millionen Aktien. Innerhalb von elf Tagen erhöhte er seinen Bestand damit deutlich.
Attal zieht nach: Manager kaufen im Gleichschritt
Am selben Tag reichte auch GameStop-Direktor Alain Attal einen Form-4-Bericht bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Er kaufte 17.500 Aktien zu 22,97 US-Dollar, umgerechnet rund 401.958 US-Dollar. Bereits rund elf Tage zuvor hatte er 5.000 Aktien zu 20 US-Dollar erworben.
Zwischen Juni 2023 und September 2026 wurden insgesamt 13 offene Marktkäufe von Cohen und Attal registriert, mit einem durchschnittlichen Einstiegskurs von 21,71 US-Dollar. Attal selbst kommt auf sieben offene Marktkäufe seit Juni 2023, zu Kursen zwischen 17,78 und 25,75 US-Dollar.
GameStop hält an eBay-Ambitionen fest
Die Käufe fallen in eine Phase, in der GameStop an seinen eBay-Ambitionen festhält: Im Mai hatte das Unternehmen ein nicht bindendes Übernahmeangebot für den Online-Marktplatz eBay in bar und Aktien zu 125 US-Dollar je Aktie vorgelegt, mit einem Volumen von rund 56 Milliarden US-Dollar. Der eBay-Verwaltungsrat habe den Vorschlag als weder glaubwürdig noch attraktiv abgelehnt, GameStop habe jedoch angekündigt, an dem Vorhaben festhalten zu wollen.
Cohen hatte im Juni selbst durchgesetzt, auf ein im Januar gewährtes Optionspaket über 171.537.327 Aktien zu 20,66 US-Dollar zu verzichten, um sich voll auf das operative Geschäft und die eBay-Übernahme zu konzentrieren.
GameStop-Anleger folgen dem Vorbild des CEO
GameStop-Anleger scheinen sich die Aktienkäufe des Unternehmenschefs zum Vorbild zu nehmen und decken sich ebenfalls verstärkt mit Anteilsscheinen ein. Die GameStop-Aktie gewinnt an der NYSE zeitweise 6,50 Prozent auf 24,24 US-Dollar und baut damit ihr bisheriges Jahresplus auf rund 21 Prozent weiter aus.
Was die Director's Dealings für Anleger bedeuten
Für Anleger liefern die wiederholten Käufe der Führungsebene einen konkreten Beobachtungspunkt: Cohen und Attal setzen eigenes Kapital bei Kursen um 20 bis 23 US-Dollar ein. Entscheidend für die Investmentthese bleibt jedoch, ob GameStop das operative Geschäft weiterentwickeln und seine eBay-Pläne umsetzen kann. Die Käufe erhöhen damit die Aufmerksamkeit für die Aktie, sind für sich genommen aber kein Beleg für eine Unterbewertung.
Claudia Stephan, Bettina Schneider, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
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