Hamburg-Moorburg soll riesiger Hub für Wasserstoff werden


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BERLIN (Dow Jones)--Am stillgelegten Kohlekraftwerk Moorburg soll ein neues Produktionszentrum für Wasserstoff aus Wind- und Solarkraft entstehen. Dazu unterzeichneten der bisherige Betreiber Vattenfall, das Mineralölunternehmen Shell, Mitsubishi Heavy Industries (MHI) und die kommunale Wärme Hamburg eine Absichtserklärung. Geplant ist ein Elektrolyseur mit einer noch skalierbaren Leistung von 100 Megawatt, womit die Anlage eine der größten in Europa wäre.

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Künftig soll Moorburg nach dem Willen des Senats sogar zu einem sogenannten "Green Energy Hub" weiterentwickelt werden, um die bestehende Infrastruktur für Ökostrom-Projekte zu nutzen. Sofern die finale Investitionsentscheidung getroffen ist, soll der Wasserstoff ab 2025 produziert werden. Dazu wollen die Partner bereits Fördermittel im Rahmen des EU-Programms für ein Wasserstoff-Konsortium - "Important Projects of Common European Interest" (IPCEI) - beantragen. Bereits im ersten Quartal 2021 soll eine erste Projektskizze eingereicht werden.

"Der Standort Moorburg verfügt hier über die Infrastruktur, die für die Produktion von Wasserstoff in großem Stil aus erneuerbaren Energien wie Offshore-Wind nötig ist", erklärte der Deutschland-Chef des schwedischen Versorgers Vattenfall, Christian Barthélémy. Moorburg ist sowohl an das nationale 380.000-Volt-Übertragungsnetz als auch an das 110.000-Volt-Netz der Stadt Hamburg angebunden; der Hafen könne als Importterminal dienen. Der deutsche Shell-CEO Fabian Ziegler betonte, sein Unternehmen habe die Entwicklung der gesamten Wertschöpfungskette im Blick. Die städtische Gasnetzgesellschaft will zudem binnen zehn Jahren ein Wasserstoffnetz im Hafen ausbauen und arbeitet damit schon jetzt an der nötigen Verteilinfrastruktur. Im Umkreis seien zudem zahlreiche potenzielle Abnehmer für grünen Wasserstoff angesiedelt, erklärten die Projektbeteiligten.

Vattenfall nahm das Steinkohlekraftwerk Moorburg 2015 in Betrieb, das örtlich lange umstritten war. Es wurde abgeschaltet, nachdem die Anlage im Dezember 2020 einen Zuschlag in der Auktion zum bundesweiten Steinkohleausstieg erhielt. Eine Entscheidung des Übertragungsnetzbetreibers über die Systemrelevanz der Anlage werde für März 2021 erwartet, erklärte Vattenfall.

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Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/mgo

(END) Dow Jones Newswires

January 22, 2021 04:01 ET (09:01 GMT)

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