Harter Sparkurs

Konzernumbau belastet Commerzbank: Experten erwarten Verlust im ersten Quartal - Commerzbank-Aktie dennoch höher


Konzernumbau belastet Commerzbank: Experten erwarten Verlust im ersten Quartal - Commerzbank-Aktie dennoch höher

Rote Zahlen zum Jahresauftakt: Der radikale Konzernumbau inklusive des Abbaus Tausender Jobs hält die Commerzbank nach Einschätzung von Analysten in der Verlustzone.

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Unter dem Strich erwarten die Experten im Schnitt einen Quartalsverlust von 131 Millionen Euro. Die genauen Zahlen für den Zeitraum Januar bis einschließlich März 2021 legt das Institut an diesem Mittwoch (12.5.) vor.

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Die Bank hatte Anfang April mitgeteilt, dass das Quartalsergebnis durch Abfindungen und weitere Kosten im Zusammenhang mit dem Konzernumbau in Höhe von insgesamt rund 470 Millionen Euro belastet sein wird. Die Gesamtkosten für den bis 2024 laufenden Konzernumbau hatte der Vorstand auf 1,8 Milliarden Euro beziffert. Etwa die Hälfte davon wurde bereits im vergangenen Jahr in der Bilanz berücksichtigt.

Mit einem harten Sparkurs will der seit Jahresbeginn amtierende Konzernchef Manfred Knof das Institut, dessen größter Anteilseigner seit der Finanzkrise 2008/2009 der deutsche Staat ist, zurück in die Erfolgsspur führen. Die Zahl der Vollzeitstellen soll konzernweit bis Ende 2024 von knapp 40 000 auf 32 000 zusammengestrichen werden. Das Filialnetz in Deutschland wird auf 450 Standorte fast halbiert. Auch das Auslandsnetz wird geschrumpft.

Nach einem Verlust von rund 2,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr peilt der neu formierte Vorstand zumindest operativ 2021 ein positives Ergebnis an. Wenn dann 2024 alle Sparpläne umgesetzt sind, will die Bank im Tagesgeschäft 2,7 Milliarden Euro verdienen. Mit einem Nachsteuergewinn rechnen Analysten ab dem kommenden Jahr.

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Knofs oberstes Ziel ist die Senkung der Kosten: Von rund 6,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr sollen sie bis 2024 um 1,4 Milliarden Euro gedrückt werden. Dann sollen auch für die Aktionäre des Frankfurter MDAX-Konzerns wieder bessere Zeiten anbrechen: Für das Geschäftsjahr 2023 strebt der Vorstand nach mehreren Nullrunden die Ausschüttung einer Dividende an.

Eine Woche nach Vorlage der Quartalszahlen stellt sich die Commerzbank-Führung den Anteilseignern. Bei der Hauptversammlung (18.5.), die coronabedingt erneut online abgehalten wird, spielen Personalien eine große Rolle. Auf der Tagesordnung steht die Wahl von fünf neuen Mitgliedern für den Aufsichtsrat - inklusive des neuen Chefkontrolleurs Helmut Gottschalk. Der 69-Jährige ist Nachfolger von Hans-Jörg Vetter, der das Amt krankheitsbedingt bereits nach wenigen Monaten wieder aufgab.

Am Montag ging es für die Commerzbank-Aktie im XETRA-Handel dennoch letztlich um 2,97 Prozent nach oben auf 5,78 Euro.

/ben/DP/zb

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Frank Gaertner / Shutterstock.com

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07.08.26 Commerzbank Buy Deutsche Bank AG
07.08.26 Commerzbank Neutral JP Morgan Chase & Co.
06.08.26 Commerzbank Kaufen DZ BANK
06.08.26 Commerzbank Neutral JP Morgan Chase & Co.

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