Höhere Unfallgefahr

Nach Musks Kosteneinsparungen im Bereich autonomes Fahren: Unfallgefahr bei Tesla deutlich gestiegen


Nach Musks Kosteneinsparungen im Bereich autonomes Fahren: Unfallgefahr bei Tesla deutlich gestiegen

2021 hat Elon Musk gegen die Empfehlung seiner Ingenieure die Radar-Sensoren an den Tesla-Fahrzeugen abgeschafft. Infolgedessen ist die Unfallgefahr deutlich gestiegen - nun kommt der Radar zurück. Anonyme und ehemalige Angestellte kritisieren Musks Führungsstil scharf.

Werte in diesem Artikel
Aktien

328.10 EUR -5.65 EUR -1.69 %

• Tesla will als einer der ersten Autobauer vollautonomes Fahren möglich machen
• Dennoch hat Musk in der Vergangenheit Empfehlungen seiner Ingenieure ignoriert
• Zuletzt ist dadurch die Unfallgefahr bei Tesla deutlich gestiegen

Werbung


Musk hat die Empfehlung seiner Ingenieure ignoriert

Tesla wirbt viel mit seinem Plan, als einer der ersten Fahrzeughersteller schon bald vollautonome Autos auf die Straßen bringen zu wollen. Anonyme und ehemalige Tesla-Angestellte erklären dazu gegenüber der Washington Post: Während Musk immer wieder verspricht, die Technologie sei bald einsatzbereit, funktioniere sie tatsächlich nicht einmal ansatzweise. Das liegt offenbar unter anderem daran, dass der Tesla-Chef bei technischen Entscheidungen nicht immer auf seine Ingenieure hört. Wie die Washington Post berichtet, soll er 2021 entgegen der dringenden Empfehlung seiner Ingenieure entschieden haben, die Radar-Sensoren zur Erkennung von Fahrzeugen, Fußgängern, Straßenschildern & Co. abzuschaffen und stattdessen voll auf die acht ebenfalls zu diesen Zwecken am Fahrzeug angebrachten Kameras zu setzen. Grund dafür waren wohl einerseits zu hohe Kosten, andererseits der Wunsch, die kamerabasierte Technologie mit neuronalen Netzen voranzubringen.

Seit Abschaffung der Radar-Sensoren ist die Unfallgefahr deutlich gestiegen

Das Problem, vor dem offenbar auch die Ingenieure gewarnt hatten: Fallen etwa Regentropfen oder zu grelles Sonnenlicht auf die Kameras, funktioniert die Erkennung von Fußgängern & Co. nicht mehr. Das liegt daran, dass die Radar-Sensoren bremsen, wenn sie ein fremdes Objekt entdecken - unabhängig davon, worum es sich dabei handelt. Die Kameras hingegen nehmen Bilder auf und müssen interpretieren, was sie sehen. Das wiederum ist schwierig bis unmöglich, wenn das Bild verschwommen oder überbelichtet ist.

Der Washington Post liegen Kennzahlen zu den Beschwerden wegen falscher Objekterkennung bei den Fahrzeugen ohne Radar-Sensoren vor. So sei es vermehrt zu Vorfällen gekommen, bei denen nicht vorhandene Objekte auf der Fahrbahn eine abrupte Bremsung bewirkt haben oder Straßenschilder falsch gelesen und weiter entfernte Rettungswagen nicht erkannt wurden. Allein die Zahl der Bremsungen wegen nicht vorhandener Fußgänger, Radfahrer & Co. sei von 34 Beschwerden in 22 Monaten auf 107 Beschwerden in drei Monaten gestiegen.

Werbung

Nun sollen die Radar-Sensoren wiederkommen

Über 12 anonyme und ehemalige Tesla-Angestellte haben sich angesichts dieser Zahlen getraut, der Washington Post einen Einblick in die Arbeitsverhältnisse und Entscheidungsfindung bei Tesla zu geben. Einer der Angestellten erzählt: "Niemand hat mir geglaubt, dass die Arbeit für Elon wirklich so war [wie ich es geschildert habe], bis sie gesehen haben, wie er mit Twitter umgeht." Die im Herbst von Musk übernommene Social-Media-Plattform sei nur die Spitze des Eisbergs, so der Angestellte.

Weil eine niedrigere Unfallwahrscheinlichkeit für Musk für mehr Kundenvertrauen sorgt und auf lange Sicht höhere Umsätze bedeutet, soll Teslas Technologie für autonomes Fahren bei den Modellen mit neuem Hardware-4-Computer nun wieder um Radar-Sensoren ergänzt werden. Die Reaktion der Tesla-Fahrer bleibt - ebenso wie die Veröffentlichung kommender Statistiken zu den Beschwerden über Fehler in der Software - abzuwarten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: canadianPhotographer56 / Shutterstock.com, Sergio Monti Photography / Shutterstock.com

Aktuelle Tesla Aktie News

Werbung

Tesla Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Tesla nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
25.09.26 Tesla Outperform RBC Capital Markets
24.09.26 Tesla Neutral UBS AG
04.09.26 Tesla Neutral JP Morgan Chase & Co.
04.09.26 Tesla Outperform RBC Capital Markets
27.08.26 Tesla Kaufen DZ BANK

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.