Hoffnung zunichte

Varta-Aktie knickt ein: Porsche kooperiert mit Konkurrenten


Varta-Aktie knickt ein: Porsche kooperiert mit Konkurrenten

Eine Kooperation der VW-Sportwagentochter Porsche mit dem Batterieunternehmen Customcells dämpft am Montag die Fantasie für die Varta-Aktien.

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Händlern zufolge hatten am Markt einige darauf gehofft, dass der MDAX-Konzern bei der Partnerschaft zum Zuge kommt. In der Folge sackten die am Freitag schon sehr schwachen Aktien via XETRA im Tagestief bis auf 126,90 Euro ab. Zum Handelsschluss berappelten sich die Papiere jedoch wieder und legten letztlich 1,52 Prozent zu auf 137,00 Euro.

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Der Sportwagenbauer Porsche will zusammen mit Customcells im kleinen Umfang Hochleistungs-Batteriezellen herstellen. Damit wurde nun bekannt, mit welchem Partner die Stuttgarter zusammenarbeiten werden. Die Pläne, eine Batteriefabrik zu bauen, hatte Porsche-Chef Oliver Blume Ende April schon in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" angedeutet. Porsche soll an dem Gemeinschaftsunternehmen Cellforce Group mit 83,75 Prozent die Mehrheit halten, der Rest der Anteile soll bei Customcells liegen.

Die Batteriefabrik soll in Tübingen entstehen, wie Porsche am Sonntag mitteilte. Mit einer Kapazität von 100 Megawattstunden pro Jahr soll sie Zellen für etwa 1000 Sportwagen liefern, die besonders anspruchsvolle Anforderungen an die Batterie stellen. Porsche investiert in die neue Firma eine hohe zweistellige Millionensumme. Der Konzern bezeichnete Batteriezellen als "Brennraum der Zukunft".

Hoffnung in Varta hatten die Anleger vor dem Hintergrund gelegt, weil der Batteriekonzern derzeit mit Hochleistungsrundzellen der Serie V4Drive in den Automobilbereich vordringt. Analyst Michael Punzet hatte vor einigen Tagen in einer Studie betont, Varta stoße damit bei den Branchenkunden auf großes Interesse. Einen ersten bislang nicht näher definierten Auftrag konnte der Konzern für die Rundzellen bereits gewinnen. Charlotte Friedrichs von der Berenberg Bank hatte dabei zuletzt Porsche und BMW als Kandidaten genannt.

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Mit dem Schritt komme der Volkswagen-Konzern beim Aufbau eines Netzes aus sechs europäischen Batteriezellfabriken voran, hieß es mit Bezug zu den Wolfsburgern. Deren Vorzugsaktien drehten im DAX nach schwachem Start im XETRA-Handel zeitweise mit 1,14 Prozent ins Plus auf 220,90 Euro und hoben sich damit positiv ab von der Kursentwicklung bei den Konkurrenten Daimler und BMW. Im Zuge dessen stiegen auch die Papiere der VW-Holdinggesellschaft Porsche SE, die nicht dem Sportwagenbauer entsprechen, im MDAX zeitweise um 1,54 Prozent auf 93,56 Euro.

/tih/men/jha/

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Mirco Vacca / Shutterstock.com

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