Inflation im Euroraum sinkt im Juni auf 1,9 Prozent


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Inflation in der Eurozone hat im Juni etwas nachgelassen. Die jährliche Inflationsrate sank von 2,0 auf 1,9 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre erste Schätzung vom 30 Juni.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig 2 Prozent an. Trotz des Rückgangs dürfte der Höhepunkt des Inflationsanstiegs aber noch bevorstehen, denn viele Ökonomen rechnen damit, dass die Jahresinflation gegen Jahresende bei rund 3 Prozent liegen wird, bevor sie wieder abflaut.

Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise außen vor lässt, gab im Juni ebenfalls etwas nach. Die Kernrate (ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak) sank von 1,0 auf 0,9 Prozent. Die Kernrate gilt unter Ökonomen als Richtgröße für den Inflationstrend.

Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise im Juni in der Gesamtrate um 0,3 Prozent, in der Kernrate betrug die Steigerung 0,3 Prozent. Die vorläufigen Daten wurden damit - wie von Volkswirten erwartet - bestätigt.

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