Neue Zukäufe in Japan? Berkshire Hathaways CEO Greg Abel beflügelt Aktien von Mitsubishi, Itochu & Co.
Ein Interview mit Berkshire Hathaway-Chef Greg Abel schickt die Aktien der fünf größten japanischen Handelshäuser deutlich nach oben.
Werte in diesem Artikel
- Berkshire-Chef Greg Abel deutet in einem Interview weitere Zukäufe in Japan an
- Mitsubishi, Itochu, Sumitomo, Mitsui und Marubeni legen in Tokio kräftig zu
- Greg Abel relativiert Sorgen um hohe japanische Anleiherenditen
Berkshire Hathaway sorgt an Japans Börse für Bewegung: Nachdem Konzernchef Greg Abel im Gespräch mit der Wirtschaftszeitung Nikkei einen möglichen Ausbau der Beteiligungen an fünf großen japanischen Handelshäusern in Aussicht gestellt hat, zogen die Aktien von Mitsubishi, Itochu, Sumitomo, Mitsui und Marubeni am Donnerstag in Tokio kräftig an.
Die Mitsubishi-Aktie gewann am Donnerstag in Tokio letztlich 4,09 Prozent auf 5.059 Yen. Die Itochu-Papiere zogen um 2,55 Prozent auf 2.212 Yen an, Sumitomo stieg um 3,02 Prozent auf 1.842 Yen. Mitsui verteuerte sich um 2,62 Prozent auf 5.253 Yen, Marubeni um 2,18 Prozent auf 5.201 Yen.
Berkshire-Chef gibt Entwarnung bei Japans Anleiherenditen
In einem separaten Interview mit dem Sender CNBC ordnete der Berkshire-Chef zudem den jüngsten Anstieg der Renditen japanischer Staatsanleihen auf ein Mehrjahrzehnthoch ein: Für die fünf großen Handelskonzerne sei diese Entwicklung beherrschbar. Damit nahm Abel dem japanischen Aktienmarkt laut dem Bericht einen wesentlichen Belastungsfaktor.
Mitsubishi-Aktie und Co.: Berkshire Hathaway baut Japan-Engagement weiter aus
Berkshire hält inzwischen mehr als zehn Prozent an den fünf großen japanischen Handelshäusern Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo, wie Abel im Interview mit CNBC verrät. Damit hat Berkshire seine Beteiligungen, die beim Einstieg im Jahr 2020 zunächst bei rund fünf Prozent lagen, über die Jahre weiter ausgebaut. Zudem erwarb Berkshire im März 2026 einen Anteil von 2,49 Prozent am japanischen Versicherer Tokio Marine. Die Beteiligung im Wert von rund 1,8 Milliarden US-Dollar ist Teil einer strategischen Partnerschaft, die unter anderem Kooperationen im Rückversicherungsgeschäft sowie bei strategischen Investitionen und Übernahmen vorsieht.
Ob Berkshire Hathaway die angedeuteten Zukäufe tatsächlich umsetzt, dürfte sich erst mit der nächsten Pflichtmitteilung an die japanische Finanzaufsicht zeigen, sobald eine Veränderung der Beteiligungshöhe meldepflichtig wird.
Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
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